Fortuna war im Zuge des Abstiegs in die Dritte Liga gezwungen, einen großen personellen Umbruch vorzunehmen. Zahlreiche Zugänge haben sich den Düsseldorfern mittlerweile angeschlossen – und Jomaine Consbruch war dabei einer der ersten Spieler, die den Weg ins Rheinland fanden. Als der 24-Jährige die Gespräche mit Sportvorstand Samir Arabi aufnahm, waren die Kaderplanungen noch nicht weit fortgeschritten. Diese Situation schreckte den Mittelfeldspieler aber nicht ab. Im Gegenteil: Denn Arabi und Trainer Alexander Ende leisteten in den Verhandlungen gute Überzeugungsarbeit.

Dennoch konnte man zum damaligen Zeitpunkt annehmen, dass Consbruch als einer der ersten Transfers ins Blaue hinein zur Fortuna gewechselt war. Das wehrt der Zugang von der SpVgg Greuther Fürth, die die Düsseldorfer am letzten Spieltag der vergangenen Zweitliga-Saison im direkten Duell in die Drittklassigkeit manövriert hatte, jedoch ab. „Das würde ich nicht sagen, weil ich in den Gesprächen gemerkt habe, was wir hier aufbauen wollen und was das für eine Chance ist, hier mit dem Trainer und dem Team etwas Vernünftiges auf die Beine stellen zu können“, sagt Consbruch.

Chefcoach Alexander Ende und Arabi hätten ihm ein Engagement bei den Rot-Weißen frühzeitig sehr schmackhaft gemacht. „Da habe ich zu hundert Prozent hintergestanden und glaube, dass wir das in dieser Saison umsetzen und eine gute Truppe sein werden“, berichtet Consbruch, der eine Vorgeschichte mit Arabi hat. Den Sportvorstand kennt er aus gemeinsamen Tagen bei Arminia Bielefeld, wo er aus der Jugend zu den Profis der Ostwestfalen aufrückte. Entsprechend nahm der Arabi-Faktor einen großen Einfluss auf den gebürtigen Bielefelder, um sich den Düsseldorfern anzuschließen.

„Wenn man zusammengearbeitet hat, kommt der Kontakt noch einmal schneller zustande. Deshalb war es mit den Gesprächen einfacher. Samir habe ich damals schon viel zu verdanken gehabt, weil er mich zum Profi gemacht hat“, erläutert Consbruch. „Es kam relativ fix, dass ich mit Samir und dem Trainer ein gutes Gefühl hatte und mich hierfür entschieden habe.“ Geht es nach Consbruch, ist der bisher eingeschlagene Weg mit den verpflichteten Routiniers wie Fabian Schleusener und Dominique Heintz der richtige. „Es sind Qualitäten und die Erfahrung, die die Jungs mitbringen“, sagt Consbruch und betont: „Ich glaube, dass wir gepaart mit den jungen, gierigen Spielern eine gut zusammengestellte Mannschaft sein werden.“

In dieser will er sich auch wegen seiner Erfahrung aus 83 Zweitliga-Spielen einbringen und als Bindeglied fungieren. „Ich bin auch schon ein paar Jahre dabei. Es ist eine gute Mischung, die wir haben. Ich bin in einem mittleren Alter, in dem ich den Jungs ein paar Tipps geben kann“, sagt der Mittelfeldspieler, der sich auf der Zehner- oder Achterposition zu Hause fühlt. Dort soll er die Fäden im Angriffsspiel ziehen.