Auf dem ehemaligen Grenzstreifen an der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße ist wieder Roggen geerntet worden. Helferinnen und Helfer brachten die diesjährige Ernte – geschätzt 300 bis 400 Kilo – am Vormittag mit Hilfe eines Mähdreschers ein. 

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Gut die Hälfte des Getreides wird zu Mehl für Brote und Brötchen verarbeitet, die Besucher der Kapelle der Versöhnung probieren können. Auch für Lebkuchen und Oblaten für das Weihnachtsfest findet der Roggen Verwendung, wie die Stiftung Berliner Mauer mitteilte. 

Neues Leben im einstigen Todesstreifen

An der Bernauer Straße, wo die Mauer einst Familien voneinander trennte und Fluchtversuche lebensgefährlich waren, wächst Jahr für Jahr auf 0,2 Hektar Getreide. Bereits kurz nach dem Mauerfall säten Ostberliner Anwohner Lupinen, um das Leben in den einstigen Todesstreifen zurückzubringen. 

Heute wird das Roggenfeld von der Humboldt-Universität betreut. Es ist fester Bestandteil der Gedenkstätte Berliner Mauer und nach deren Angaben ein wichtiger Teil des Erinnerns. Am 13. August jährt sich der Mauerbau zum 65. Mal.

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