Am Sonntag, 19. Juli, wurde das ehemalige Hülser Freibad unter Regie des Vereins Bruchgold zur Kunstgalerie unter freiem Himmel. Das Künstlernetzwerk „Hülser Kulturknoten“ bespielte das Freibadgelände und die ehemaligen Umkleidekabinen mit unterschiedlichsten Kunstformen und -techniken. Es gab Kaffee, Kuchen und Mitmachangebote für Kinder und Erwachsene. An diesem Nachmittag sei die Lebendigkeit des Stadtteils zu spüren gewesen, schrieb der Veranstalter später in einer Mitteilung. Die Besucher hätten das besondere Ambiente des Freibads in Kombination mit der Kunst und Kultur gelobt.

Die Vielfalt der ausgestellten Kunstwerke war groß: Die Keramikerinnen Rieke Hartwig und Beate Kratzenstein zeigten in ihren Kabinen Tonarbeiten. Chris Yang stellte eine Auswahl seiner Comics aus und die Künstlerin Mauga Houba-Hausherr hatte eigens für das Gelände zwei großflächige, farbenfrohe Bilder gemalt, die sie vor der ehemaligen Schwimmmeisterloge aufgehängt hatte. Houba-Hausherr hatte außerdem eine Staffelei aufgestellt, auf der sie ein weiteres Bild malte, wobei die Besucherinnen und Besucher ihr live zusehen konnten. Zum Zusehen und Mitmachen lud außerdem Gudrun Wage ein, die mit einer besonderen Drucktechnik Abdrücke von Gräsern und Blättern zu Papier brachte.

Auch literarische Kunst war vertreten. Die Autorin Liesel Willems hatte ihre Kabine mit kurzen Sätzen aus ihrem Kinderbuch „Hauptsache wir bleiben zusammen“ ausgestaltet. Begleitet wurden die Textstücke von den Illustrationen aus ihrem Buch, die die Künstlerin Anne Kurth angefertigt hatte.

So bunt ging es von einer Kabine zur nächsten weiter: Die Künstlerinnen und Künstler zeigten Skulpturen und Modellagen, geschneiderte Quilts hingen wie Kunstwerke zwischen den Bäumen und es gab Kunstfotografien und Kollagen zu sehen. Die Künstlerin Fanny Fadenfroh hatte tragbare Kunst genäht, die sie am eigenen Körper zur Schau trug.

Der „Hülser Kulturknoten“ hat sich zum Ziel gemacht, den kreativen Austausch im Stadtteil zu fördern und Kunstschaffende zu ermutigen und zu vernetzen. Die Gruppe trifft sich zum regelmäßigen Stammtisch in Hüls und treibt gemeinsame Projekte voran, wie nun die Ausstellung bei Bruchgold.