Ein Schild mit der Aufschrift "Stadthaushalt" liegt zwischen Euro-Banknoten.

AUDIO: Haushaltssperre in Dresden aufgehoben (1 Min)

Etat genehmigt

von MDR SACHSEN

Stand: 22.07.2026 19:10 Uhr

Die Landesdirektion Sachsen hat den Nachtragshaushalt der Stadt Dresden für das laufende Jahr genehmigt. Wie die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte, ist dadurch ab Donnerstag der gesamte Jahresetat freigegeben. Damit endet zugleich die seit zehn Monaten geltende Haushaltssperre. Sie war im vergangenen September erlassen worden, weil sich schon damals ein deutliches Finanzloch für das Haushaltsjahr 2026 abgezeichnet hatte.

Gründe waren laut Stadt ein ungedeckter Fehlbetrag aus dem Vorjahr und die Prognose, dass selbst die eingeplanten neuen Schulden nicht ausreichen würden, um alle Ausgaben zu decken. Jüngste Berechnungen der Stadtverwaltung ergaben ein Defizit von 157 Millionen Euro Ende 2026.

Ein geschlossener Aktenordner mit der Aufschrift "Hauahaltsplan" liegt auf einem offenen Aktenordner.

Auch wenn die Haushaltssperre aufgehoben wird, muss Dresden jede Ausgabe mit spitzem Bleistift prüfen. (Symbolbild)

Finanzlücke nun etwas kleiner

Nachdem im April ein von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) vorgelegter Sparplan vom Dresdner Stadtrat abgelehnt worden war, gab es vor einem Monat für einen fraktionsübergreifenden Kompromissvorschlag eine knappe Mehrheit. Die beschlossenen Einsparungen bei freiwilligen Leistungen der Stadt summieren sich auf rund 38 Millionen Euro. Damit kann das Finanzloch verkleinert, aber nicht geschlossen werden. Deshalb werden laut Finanzverwaltung weiter sämtliche Ausgaben auf ihre Notwendigkeit zu prüfen und auf den niedrigsten notwendigen Umfang reduziert.

Auf der anderen Seite kann Dresden mit dem Ende der Haushaltssperre überhaupt wieder neue Investitionen anschieben, zum Beispiel im Straßenbau oder bei Schulsanierungen, und Fördermittel auszahlen, zum Beispiel an Vereine und soziale Projekte.

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In einem Saal sitzen die Stadträte an ihren Bänken und schauen auf eine große Anzeigetafel.

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Trümmerfrau-Denkmal vor dem Rathaus in Dresden.

MDR (stt)