Israels Finanzminister: Kein Interesse an Beteiligung an Iran-Konflikt
Israel hat nach Angaben von Finanzminister Bezalel Smotrich kein Interesse daran, sich in den gegenwärtigen Konflikt zwischen den USA und dem Iran hineinziehen zu lassen. „Die aktuelle Situation, in der es einen begrenzten Konflikt zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten gibt, ist die richtige und beste für uns“, sagte Smotrich mehreren israelischen Medien zufolge auf einer Konferenz. Israels oberstes Ziel sei die Schwächung der Führung des Iran, und der beste Weg dorthin seien wirtschaftliche Maßnahmen, so der Minister.
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran war in den vergangenen Tagen mit US-Luftangriffen und iranischen Vergeltungsattacken in der Region erneut eskaliert. Bei Beginn des Krieges im Februar waren die USA und Israel noch gemeinsam gegen den Iran vorgegangen.
Jordanien wehrt iranischen Beschuss ab
Jordaniens Armee hat nach eigenen Angaben erneut iranische Angriffe abgewehrt. In der Nacht und am Morgen seien fünf aus dem Iran abgefeuerte Drohnen abgefangen worden, teilten die Streitkräfte mit. Verletzte oder Sachschäden habe es nicht gegeben.
Libanesische Armee rückt in erste Pilotzone ein
Die libanesische Armee hat nach eigenen Angaben mit der Verlegung von Truppen in die Ortschaft Sautar al-Gharbija im Rahmen einer Sicherheitsvereinbarung mit Israel begonnen. Die Ortschaft ist eine von mehreren sogenannten Pilotzonen im Südlibanon. Hier soll ein Abzug der weiterhin im Libanon stationierten israelischen Truppen getestet werden.
In diesen Zonen sollen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah entwaffnen, während sich die israelische Armee gleichzeitig schrittweise zurückzieht. Die Pilotzonen sollen zeigen, ob dieser Ablauf in der Praxis funktioniert, bevor das Vorgehen auf weitere Gebiete ausgeweitet wird.
Libanesische Anwohner in den als Pilotzonen ausgezeichneten Orten zweifelten die Absichten des Plans in ihren Dörfern an. Diese Gebiete seien nicht von Israel besetzt, sondern vielmehr dessen Beschuss ausgesetzt gewesen, sagten Bewohner einem dpa-Fotografen vor Ort. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, die israelische Armee hätte in Sautar al-Gharbija keine festen Stützpunkte unterhalten, sondern habe Gebiet üblicherweise betreten und wieder verlassen.
Pentagon soll verletzte US-Soldaten verheimlicht haben
Der Krieg im Nahen Osten ist wieder eskaliert und iranische Angriffe treffen US-Stützpunkte in der Region. Über die Folgen schweigt das Pentagon jedoch immer häufiger. Mehr dazu lesen Sie hier.
„Unbekanntes Geschoss“ trifft Tanker in Straße von Hormus
In der Straße von Hormus ist erneut ein Tanker angegriffen worden. Er sei vor der Küste des Omans von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Der Vorfall ereignete sich demnach acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordöstlich des omanischen Ortes Limah.
Erst am Vortag war vor der Küste des Omans ein Schiff angegriffen worden und in Brand geraten. Der Iran verlangt, dass Schiffe eine Route entlang der eigenen Küste nehmen.