Der Einigung waren wochenlange schwierige Verhandlungen zwischen den Mitgliedstaaten vorausgegangen. Mehrere Hauptstädte setzten dabei Abschwächungen oder Zugeständnisse zugunsten heimischer Unternehmen durch. Sie argumentierten unter anderem, die Sanktionen dürften in der EU keine größeren wirtschaftlichen Schäden verursachen als in Russland.
Russland: Lawrow und Rubio wollen Beziehungen normalisieren
Die Außenminister der USA und Russlands, Marco Rubio und Sergej Lawrow, sind russischen Medienberichten zufolge in Manila zusammengekommen. Die Begegnung habe am Rande eines Treffens des Verbands Südostasiatischer Nationen (Asean) in der philippinischen Hauptstadt stattgefunden und mehr als eineinhalb Stunden gedauert, meldet die Nachrichtenagentur Tass. Thema sei die Ukraine gewesen, berichtet die Agentur Riaunter Berufung auf das russische Außenministerium.
Lawrow habe Russlands Bereitschaft zu einer politischen und diplomatischen Lösung des Konflikts in der Ukraine bekräftigt. Außerdem sei es um die Normalisierung der Beziehungen zwischen Russland und den USA gegangen. Beide Außenminister hätten sich darauf verständigt, in Kontakt zu bleiben.
Ukrainischer Angriff setzt Raffinerie in Brand
In der Nacht zum 23. Juli sind nach Angaben russischer Telegram-Medien mehrere Regionen Russlands von Drohnenangriffen aus der Ukraine getroffen worden. Die Kanäle berufen sich dabei auf Berichte lokaler Bewohner, denen zufolge in verschiedenen Städten des Landes Ziele attackiert wurden.
Besondere Aufmerksamkeit erregte ein Vorfall in der Region Uljanowsk: Aus der Gemeinde Nowospasskoje wurde ein großer Brand an der NS-Oil-Raffinerie gemeldet. Bilder und Schilderungen aus den sozialen Medien sollen demnach zeigen, wie Flammen aus dem Gelände der Anlage schlagen. Hintergrund ist ein mutmaßlicher ukrainischer Drohnenangriff, der die Raffinerie in Brand gesetzt haben soll.
Die NS-Oil-Raffinerie gilt als vergleichsweise kleine Anlage im russischen Ölsektor. Sie liegt rund 650 Kilometer – etwa 400 Meilen – von der Grenze zur Ukraine entfernt und produziert vor allem Mineralölprodukte. Die jährliche Verarbeitungskapazität wird mit rund 600.000 Tonnen Rohöl angegeben. Wie stark die Infrastruktur durch den Brand tatsächlich beschädigt wurde, war zunächst unklar.
Offizielle Stellungnahmen zu dem Vorfall lagen in den ersten Stunden nach den Berichten nicht vor. Auch unabhängige Bestätigungen der beschriebenen Schäden standen noch aus. Dennoch reiht sich der Angriff in eine Serie von Attacken auf russische Energieanlagen ein, die in den vergangenen Monaten gemeldet wurden.
Loading…
Loading…
Loading…
