Unbekannte hatten sich am Telefon als Bankmitarbeiter und Polizisten ausgegeben und zusätzlich über einen Messenger-Dienst Kontakt zu ihnen gehalten. Schließlich übergaben die Senioren an ihrer Wohnanschrift einen fünfstelligen Geldbetrag an einen angeblichen Polizeibeamten.

In den Tagen danach versuchten die Betrüger erneut, das Ehepaar zu weiteren Zahlungen zu bewegen. Die Betroffenen hatten den Betrug inzwischen jedoch erkannt und die Polizei informiert. Als eine weitere Geldübergabe vereinbart wurde, griffen die Ermittler am 21. Juli gegen 16.40 Uhr zu und nahmen einen 20-jährigen Mann fest. Ein Haftrichter ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft gegen den Tatverdächtigen an.

Nach bisherigen Ermittlungen soll der 20-Jährige allerdings nicht der Mann gewesen sein, der das Geld am 17. Juli an der Haustür entgegengenommen hatte. Dieser wird als etwa 30 Jahre alt, rund 1,70 Meter groß und stämmig beschrieben. Er hatte dunkle lockige Haare, trug ein schwarzes Hemd, eine schwarze Hose sowie dunkle Schuhe und sprach akzentfreies Deutsch.

Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise zu dem bislang unbekannten Geldabholer. Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0202 / 284 0 zu melden.