Acht Spiele, keine Niederlage, nur ein Gegentor: Selten dominierte eine Mannschaft eine WM wie die Spanier im Jahr 2026. Trainer Luis de la Fuente und sein Team überraschte dabei nur wenig, auch der hochverdiente Sieg im Halbfinale gegen Frankreich nicht. Der komplette Turnierverlauf war seiner Aussage zufolge genau so geplant. 

In einer Interviewrunde mit mehreren spanischen Medien hat Spaniens Weltmeister-Coach Luis de la Fuente die Endrunde noch einmal Revue passieren lassen und erklärt, was seine Mannschaft in seinen Augen auszeichnete. 

„Kap Verde hat uns zurück auf die Erde gebracht und uns daran erinnert, welche Herausforderungen auf uns warten“, sagte de la Fuente zunächst mit Blick auf das Eröffnungsspiel gegen den Fußballzwerg, der dem späteren Weltmeister beim 0:0 sensationell einen Punkt abknöpfte. 

Das folgende 4:0 gegen Saudi-Arabien habe dann gezeigt, dass eine Mannschaft ruhig und selbstbewusst sein müsse. „Und gegen Uruguay habe ich die Reife unserer Mannschaft hervorgehoben und unsere Weigerung, in ihre Fallen zu tappen“, sagte de la Fuente über das 1:0, bei dem die Südamerikaner regelmäßig mit extremer Härte in die Zweikämpfe gingen und die Spanier pausenlos provozierten. 

De la Fuente: Belgien-Spiel wie eine Falle

Der 3:0-Sieg im Sechzehntelfinale gegen Österreich habe seinem Team schließlich dazu gedient, das Momentum weiter auszubauen. „Cristiano Ronaldo und seine Mannschaft … ich hatte schon vorher prognostiziert, dass das ein Finale vor dem Finale werden könnte. Sie waren einer der Favoriten und haben uns das absolut Beste abverlangt“, sagte der Weltmeister über das 1:0 gegen den geografischen Nachbarn.  

Das Viertelfinale gegen Belgien habe sich schließlich wie eine Falle angefühlt. „Sie waren schnell und sehr dynamisch. Und obwohl wir das erste Gegentor kassiert haben, haben wir unsere Nerven im Griff behalten“, erklärte de la Fuente, der die Roten Teufel, anders als viele Beobachter, nicht unterschätzte. 

Spanien hatte keine Angst vor Frankreich

Das große Duell gegen Frankreich im Halbfinale löste laut de la Fuente im spanischen Camp deutlich weniger Sorgen als bei den eigenen Fans aus.

„Ich denke, dass es auf der Tribüne mehr Angst gab als innerhalb der Mannschaft. Wir haben uns wie ein wahres Team verhalten, vom Start bis zum Ziel hatten wir die Partie im Griff. Wir waren eine geschlossene Einheit. Die Leistung von jedem einzelnen Spieler war außergewöhnlich, aber als Mannschaft waren wir sogar noch besser. Das ist das, was sie zu den Besten macht.“

Das Finale gegen Messi und Argentinien sei schließlich das „Traum-Spiel“ gewesen. „Der Sieg war ein Zusammenschluss von allem, was wir in der gesamten WM gezeigt haben. Und unsere finale Analyse war, dass die gesamte WM genau so gelaufen ist, wie wir es geplant und uns vorgestellt hatten“, sagte der Weltmeistertrainer.