Dem Auftrag für das DDR-Staatsratsgebäude folgten weitere Aufträge, wie etwa das Haus des Reisens am Alexanderplatz und das Hotel Stadt Berlin (heute: Park Inn Hotel).
Größte Aufgabe Korns war die Planung eines ganz neuen Stadtviertels für 250.000 Einwohner: Marzahn. Der Architekt sammelte dazu Ideen weltweit und in West-Berlin, in der Gropiusstadt: „Gropius hat dann eine Planung gebracht, bei der er alte Baumalleen berücksichtigt hatte“, sagte Korn dem rbb einmal. „Das hat mir gefallen. Und in Marzahn haben wir dann die Kastanienallee erhalten, die abgeholzt werden sollte.“
Neben dem großflächigen Neubau am Stadtrand standen Rekonstruktionsprojekte im Stadtinneren – beispielsweise den Neubau des Nikolai-Viertels in Altstadt-Optik oder die Sanierung des Altbaubestandes in der Frankfurter Allee. Dabei gab es auch Berührungspunkte zwischen Ost-Stadtplanern und West-Stadtplanern, die sich in Berlin ohnehin näher waren, als damals öffentlich bekannt wurde. „Ich hatte oft die Möglichkeit, nach West-Berlin zu fahren. Ich konnte auch Kontakt aufnehmen mit West-Berliner Kollegen. Die Adern der Stadt, die Nahtstellen, die werden wir uns wohl nicht verbauen“, sagte er dem rbb einst.