Vermehrte Angriffe

Putin legt ukrainische Häfen lahm

24.07.2026 – 00:17 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein ukrainische Soldat auf Patrouille im Schwarzen Meer. Vermehrte russische Angriffe auf Handelsschiffe zeigen erste Folgen. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Lyashonok Nina/Ukrinform/ABACA/imago)

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Ukrainische Häfen haben kaum noch Kunden. Russische Angriffe haben viele Schiffseigner verschreckt.

Russlands Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer und auf ukrainische Häfen haben offenbar erste Konsequenzen. Viele Schiffseigner meiden nun die Region, viele legen nicht mehr in Odessa, Tschornomorsk und Mykolajiw an, wie das unabhängige russische Nachrichtenmagazin „Verstka“ berichtet.

Am Donnerstag hätten gar keine Schiffe angelegt, heißt es in dem Bericht. Der ukrainische Minister für Agrarpolitik und Ernährung, Taras Wyssozkyj, sagte, dass es seitens der Behörden keine Einschränkungen für Schiffe gebe. Am Mittwoch seien noch vier oder fünf Schiffe in ukrainische Häfen eingelaufen.

„Es ist nicht viel, aber es gab Bewegung. Seit heute sind die Schiffsanläufe ausgesetzt“, bestätigte Wyssozkyj. Die ukrainische Regierung versuche, die Schifffahrtswege zu sichern. Da die Entscheidung, die Häfen nicht anzulaufen, von den Schiffseignern getroffen wurde, könne die Regierung nicht einschätzen, wann der Verkehr wieder aufgenommen wird.

imago images 0846410413Vergrößern des BildesKräne im Hafen von Odessa, die Getreide verladen. Derzeit kommen keine Schiffe an. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Andrii Abryutin/imago)

Die dänische Reederei Maersk hat den Frachtverkehr in die Ukraine über den Fischereihafen von Tschornomorsk vorübergehend ausgesetzt. Das gab das Unternehmen auf Telegram bekannt. Man wolle nun versuchen, nach Rumänien auszuweichen.

Allein in den ersten beiden Juliwochen 2026 soll Russland nach Angaben der ukrainischen Hafenbehörde 23 Mal Häfen und 17 Mal zivile Schiffe angegriffen haben. In den vergangenen Tagen habe sich die Lage verschärft, sagte Wyssozkyj. Es seien erste wirtschaftliche Auswirkungen zu spüren, Preise in bestimmten Segmenten würden fallen. „Ein Tag oder sogar eine Woche ohne Lieferungen wird sich nicht auf das Jahresvolumen auswirken. Die wirklichen Auswirkungen werden erst dann spürbar, wenn diese Situation mehrere Monate andauert“, erklärte der Minister.

Weizen ist für die Ukraine wichtiges Exportgut

Die Ukraine ist ein großer Exporteur von Getreide, ein Teil davon wird über das Meer exportiert. Wyssozkyj riet Produzenten, keine Panikverkäufe zu machen und abzuwarten. Es gebe alternative Routen und man könne einen Teil des Getreides auch auf dem heimischen Markt verkaufen.

Vergrößern des Bildes (Quelle: t-online/KI)