Ex-Verteidigungsminister Fedorow will sein Amt zurück
Vor dem Hintergrund neu angekündigter Proteste besteht der entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow auf seiner Rückkehr ins Amt. „Heute gibt es im Staat nur drei Posten, außer auf dem Schlachtfeld, die den Kriegsverlauf real beeinflussen: der Präsident der Ukraine, der Verteidigungsminister und der Oberkommandierende der Streitkräfte“, sagte Fedorow Journalisten. Er sei deshalb mit keinem anderen Amt als dem des Verteidigungsministers einverstanden.
Zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj auf einer Pressekonferenz bestätigt, Fedorow mehrere Positionen angeboten zu haben, darunter die eines Vizeregierungschefs für militärische Innovationen. Fedorow wurde im Rahmen eines Regierungsumbaus vergangene Woche entlassen. Mehrere Tausend Demonstranten in Kiew und anderen Städten forderten daraufhin seine Wiedereinsetzung und die Entlassung von Armeechef Olexander Syrskyj.
Der zweiten Forderung kam Selenskyj am Dienstag nach. Doch die Organisatoren der Proteste wollen auch Fedorow zurück und drohen anderenfalls mit Dauerdemos, die am Freitag starten sollen. Mit Fedorow wurde der vierte Verteidigungsminister seit Kriegsbeginn 2022 entlassen. Der 35-Jährige war gerade einmal sechs Monate im Amt.
„Er hasst uns wirklich“: Russen fürchten neuen Ukraine-Armeechef
Die Ernennung von Mychajlo Drapatyj zum neuen Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte löst in Russland ungewöhnlich offene Reaktionen aus. Militärblogger warnen – der Kreml gibt sich dagegen demonstrativ gelassen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Mehrere Tote nach russischen Bomben auf Pawlohrad
Bei russischen Bombenangriffen auf die Industriestadt Pawlohrad in der Ostukraine sind mindestens drei Menschen getötet worden. Gut ein Dutzend seien verletzt worden, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram mit. Das Gelände eines Unternehmens sei angegriffen worden. Verletzte habe es auch bei Attacken auf die Stadt Cherson in der Südukraine gegeben. Selenskyj forderte die westlichen Partnerstaaten erneut zur Lieferung von Flugabwehrraketen für das Patriot-System auf.
Russisches Kampfflugzeug stürzt bei Moskau ab
Ein russischer Kampfjet ist in der Nähe der Hauptstadt Moskau abgestürzt. Der Unfall sei kurz nach dem Start passiert, der Pilot habe sich per Schleudersitz retten können, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau russischen Nachrichtenagenturen zufolge mit. „Das Flugzeug ist in unbewohnter Gegend abgestürzt, es gibt keine Zerstörungen am Boden“, heißt es in der Mitteilung. Medienberichten zufolge handelt es sich bei der Maschine um eine der modernen Su-57.

SU-57-Kampfflugzeug in Flammen: Der Jet ist abgestürzt. (Quelle: x.com/@bayraktar_1love)
Die Behörden ermitteln offiziell wegen eines technischen Fehlers am Flugzeug. Der russische Militärblogger Wladimir Romanow deutete hingegen an, dass der Kampfjet von der eigenen Flugabwehr abgeschossen wurde. Belege für diese Version lieferte er nicht.
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