„Wertvoller Austausch in schweren Zeiten“

„Blauderbänkla“ soll auf dem Südfriedhof Trost spenden

24.07.2026 – 08:14 UhrLesedauer: 1 Min.

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Gräber auf einem Friedhof (Symbolbild): Die Stadt Nürnberg hat sich ein besonderes Angebot für Trauernde ausgedacht. (Quelle: Patrick Seeger/dpa/dpa-bilder)

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Die Nürnberger Friedhofsverwaltung stellt eine Gesprächsbank mit wechselnden Themenimpulsen auf. Wer Platz nimmt, signalisiert: Ich bin offen für ein Gespräch.

Auf dem Nürnberger Südfriedhof hat die Friedhofsverwaltung eine sogenannte Plauderbank aufgestellt. Das „Blauderbänkla“ – fränkisch für Gesprächsbank – soll Besuchern einen unkomplizierten Anlass bieten, miteinander ins Gespräch zu kommen.

„Wertvoller Austausch in schweren Zeiten“

Ein Schild mit drehbarem Holzteil schlägt verschiedene Gesprächsthemen vor – etwa „über Gott und die Welt“ oder „das Wetter“. Wer sich setzt, signalisiert Gesprächsbereitschaft. Worüber tatsächlich gesprochen wird, entscheiden die Plaudernden selbst.

Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg, sagt: „Manchmal reichen schon ein freier Platz auf einer Bank und ein kleiner Impuls für einen wertvollen Austausch in schweren Zeiten.“

Friedhofsverwaltung will gegen Einsamkeit kämpfen

Armin Hoffmann, Leiter der Friedhofsverwaltung, sieht in dem Angebot eine besondere Chance. Viele Menschen kämen regelmäßig auf den Friedhof und genössen die Ruhe der Grünanlagen. Ein gutes Gespräch könne helfen, Gedanken zu sortieren und der Trauer zu begegnen. Es spende Trost und sei eine Bereicherung im womöglich einsamen Alltag.

Die Bank steht derzeit rund 50 Meter hinter dem Haupteingang an der Julius-Loßmann-Straße 53 auf der rechten Seite. Die nächste Haltestelle ist die Tram-Station „Südfriedhof“. Das „Blauderbänkla“ ist mobil angelegt und wird seinen Standort künftig in unregelmäßigen Abständen wechseln.