Seit Freitagmorgen ist es offiziell: Jürgen Klopp ist der neue Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft. Seine Verpflichtung schlägt hohe Wellen, zumeist positiver Natur. Auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus äußerte sich nun zur Verpflichtung und Vorstellung des neuen DFB-Coaches.
„So kennen wir Jürgen Klopp. Der neue Bundestrainer hat auf seiner Antritts-PK viel Motivierendes gesagt. Er hat an alles gedacht und war top vorbereitet“ erklärte Matthäus in seiner Kolumne bei „Sky“.
Der 150-fache Nationalspieler zeigte sich insgesamt sehr begeistert vom Auftritt des früheren BVB-Coaches. „Klopp hat alles gesagt, was man von ihm erwartet hat“, lobte der Rekordnationalspieler den Bundestrainer.
Dass der 59-Jährige bei seiner Antritts-PK überzeugt, überraschte dabei jedoch wenig. Schließlich sei die Kommunikation schon immer die große Stärke Klopps gewesen. „Er sollte im Umgang mit den Spielern das eine oder andere besser machen als sein Vorgänger“, ließ sich Matthäus eine kleine Spitze an Julian Nagelsmann nicht nehmen.
Matthäus warnt vor zu großer Erwartungshaltung
Nichtsdestotrotz warnt Matthäus auch vor einer zu großen Erwartungshaltung. Schließlich könne auch Klopp am Ende „nur elf Spieler aufstellen, die einen deutschen Pass haben“, konstatiert der heutige TV-Experte.
Und dennoch gibt Matthäus auch eine positive Prognose ab. „Es wird eine schwierige Aufgabe, aber ich habe vor zwei Wochen schon gesagt, dass ich unsere Spieler nicht so schlecht sehe, wie sie es selbst gemacht haben oder wie sie gemacht wurden. Ich sehe hohe Qualität, auch in den Nachwuchsmannschaften“, so Matthäus.
„Natürlich kann Klopp keine neuen Spieler erfinden, aber er wird sich so umschauen, dass er mit seinem Trainerteam alle im Blick hat. Dann wird er versuchen, eine Mannschaft zu formen, die uns wieder dahin führt, wo wir sie erwarten.“
Dass Klopp sich dafür unter anderem seinen Berater und Vertrauten Marc Kosicke ins Boot geholt hat, begrüßt Matthäus. „Kosicke und Klopp kennen sich in- und auswendig, Klopp hat seit Jahrzehnten hundertprozentiges Vertrauen in ihn. Für mich ist es keine Überraschung, dass er ihn mit ins Boot nimmt. Im Gegenteil: Es ist gut, wenn jemand da ist, der Dinge aus einer anderen Perspektive sieht und mit dem man auch mal kontrovers diskutieren kann“, so Matthäus.