Die Journalisten hatten unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, Trump habe auf Anraten des Secret Service den Flug vom Nato-Gipfel in der Türkei zum britischen Luftwaffenstützpunkt Mildenhall mit der alten Air Force One absolviert. Demnach ging es dabei um Sicherheitsbedenken. Erst in Mildenhall stieg Trump in die neue, von Katar geschenkte Maschine um. In einem weiteren Artikel schrieb die Zeitung, die neue Maschine verfüge bislang nicht über sämtliche Sicherheits- und Abwehrsysteme des bisherigen Präsidentenflugzeugs. Die Regierung und Trump selbst hatten bestritten, dass Sicherheitsbedenken der Grund für den Flugzeugwechsel gewesen seien. Vor wenigen Tagen kündigte Trump allerdings eine Nachrüstung der Maschine an, ohne dabei ins Detail zu gehen.

Der US-Präsident geht seit Beginn seiner zweiten Amtszeit verstärkt gegen Medien vor. Das Justizministerium hatte in diesem Jahr bereits versucht, Aussagen von Journalisten des „Wall Street Journal“ und der „Washington Post“ in Ermittlungen zu Enthüllungen zu erzwingen. Nach juristischem Widerstand der Medienhäuser wurden auch diese Vorladungen später zurückgezogen.

Warner-Brothers-Übernahme weiter verschoben

Die Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers durch den Konkurrenten Paramount ist per Gerichtsbeschluss bis Mitte August vertagt worden. Richterin Araceli Martinez-Olguin verlängerte damit ihre erst vor wenigen Tagen verfügte Zwangspause um weitere zwei Wochen.

Auslöser für die Auszeit war die Klage von zwölf US-Bundesstaaten, die den mehr als 100 Milliarden Dollar schweren Deal kippen wollen. Sie verlangen zunächst eine langfristige einstweilige Verfügung gegen den Abschluss der Übernahme. Die verlängerte Auszeit bis zum 17. August sei nötig, um über Anträge der Parteien rund um die einstweilige Verfügung zu entscheiden, erläuterte die Richterin.

USA kündigen neue Zölle gegen 60 Handelspartner an

Wegen angeblich unzureichender Maßnahmen gegen Zwangsarbeit hat die US-Regierung neue Zölle gegen Dutzende Handelspartner angekündigt. Darunter fallen auch bestimmte Produkte aus der Europäischen Union, wie das Büro des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer mitteilte. Hier lesen Sie mehr.

Repräsentantenhaus stellt sich gegen Trump

US-Präsident Donald Trump bekommt aus dem Parlament zunehmend Gegenwind für seinen Iran-Kurs zu spüren. Das Repräsentantenhaus verabschiedete erneut eine Resolution zum Konflikt und forderte den Republikaner auf, den Militäreinsatz zu beenden. Der Beschluss hat keine unmittelbare Konsequenz, zeigt aber, dass der politische Druck auf Trump steigt – zumal im November die Zwischenwahlen zum Kongress bevorstehen. Die Resolution wurde in der Parlamentskammer mit 214 Ja-Stimmen verabschiedet, 208 Abgeordnete stimmten dagegen.