Bielefeld. Dank eines aufmerksamen Postboten konnten Bielefelder Kriminalbeamte am Freitag, 17. Juli, den Tatverdächtigen eines Betrugsversuchs identifizieren, der sich bereits Mitte Mai ereignet hatte. Möglich geworden ist es dank der Geistesgegenwart des Zustellers, der den ihm verdächtigen Mann kurzerhand fotografiert hatte.
Der 39-jährige Postzusteller war am Samstag, 16. Mai, auf seiner Route unterwegs gewesen und wollte an der Ravensberger Straße in der Bielefelder Innenstadt Post zustellen. Vor einem Haus, nahe der Einmündung Teutoburger Straße, wartete ein ihm unbekannter Mann auf ihn und wollte ein Paket in Empfang nehmen.
Dieser zeigte dem Zusteller einen Ausweis mit dem Namen eines Mannes, für den ein Paket mit einer multifunktionalen Küchenmaschine eines bekannten Unternehmens an der Anschrift zugestellt werden sollte. Dem Postboten waren jedoch alle Bewohner des Hauses persönlich bekannt und so wusste er, dass der Unbekannte dort nicht wohnte, und schöpfte Verdacht.
Ja gesagt und abgezockt: Das sollten Sie bei einer Betrugsmasche am Telefon tun
Postbote machte kurzerhand ein Foto vom Unbekannten
Folglich übergab das Paket nicht, machte kurzerhand ein Foto des Mannes und informierte die Polizei über den Sachverhalt und seinen Verdacht. Die Ermittlungen haben ergeben, dass die auf dem Paket vermerkten Personaldaten nicht existieren. Der Täter hatte dem Postboten einen gefälschten Ausweis vorgelegt.
Anhand des Fotos konnten Kriminalbeamte den unbekannten Mann am 17. Juli im Polizeipräsidium als einen 41-jährigen polizeibekannten Bielefelder identifizieren.
📱 News direkt aufs Smartphone: Hier finden Sie den kostenlosen Whatsapp-Kanal der NW-Bielefeld