Es soll der größte Christopher Street Day in der Geschichte Berlins werden: Erstmals findet der CSD in diesem Jahr an zwei Tagen statt. Bereits am Freitag nahmen tausende Menschen an einem Demokratieabend vor dem Brandenburger Tor teil – und am Samstag zieht die große Demonstration durch die Hauptstadt. „Wir erwarten wieder Hunderttausende Menschen“, sagte Thomas Hoffmann, Mitglied im Vorstand des Berliner CSD, bei der Vorstellung des Programms.

Unter dem Motto „Haltung ist hot“ legt der Berliner CSD in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt auf die Abgeordnetenhaus-Wahl am 20. September. Ein Überblick über das große Pride-Wochenende in Berlin.

Motto des Berliner CSD 2026

Das Motto des CSD ist in diesem Jahr „Haltung ist hot“. Damit will der CSD Menschen ermutigen, sich für eine weltoffene und vielfältige Stadt – für Demokratie, Vielfalt und die Rechte queerer Menschen – einzusetzen und Haltung zu zeigen. Gleichzeitig sollen alle, die zum CSD kommen, motiviert werden, bei der Abgeordnetenhauswahl ihre Stimme abzugeben. Insbesondere richtet sich die Kampagne an junge Menschen. Denn in Berlin dürfen in diesem Jahr erstmals 16- und 17-Jährige das Landesparlament mitwählen.

Kampagne "Haltung ist hot" zum CSD Berlin 2026
Foto: CSD Berlin „Haltung ist hot“ ist das Motto des CSD Berlin 2026.

© CSD Berlin

„Die Kampagne versteht sich als Antwort auf zunehmen­de Anfeindungen gegen queere Menschen sowie auf gesellschaftliche Polarisierung und den Druck auf demokratische Werte“, heißt es vom CSD. „Wir lassen uns nicht zurückdrängen“, sagte Vorstandmitglied Marcel Vorges. Es gehe darum, die Vielfalt zu schützen.

Forderungen des CSD zur Berlin-Wahl

Anlässlich der Berlin-Wahl richtet der CSD sechs zentrale Forderungen an die zukünftige Landesregierung. Dazu gehören die Unterstützung für eine Bewerbung Berlins für den WorldPride 2032, der Schutz und Ausbau queerer Räume und Infrastruktur und mehr Sicherheit und Schutz für queere Menschen. Zudem fordert der CSD mehr Sichtbarkeit und Vielfalt in Bildungseinrichtungen, den Ausbau queerer Gesundheitsangebote sowie eine verlässliche Finanzierung queerer Großveranstaltungen.

Kernforderungen des Berliner CSD 2026

  • Politische und finanzielle Unterstützung einer Bewerbung für den WorldPride 2032
  • Schutz und Ausbau queerer Räume und Infrastruktur
  • Mehr Sicherheit und Schutz vor queerfeindlicher Gewalt
  • Sichtbarkeit und Vielfalt in Bildungseinrichtungen
  • Ausbau queerkompetenter Gesundheitsversorgung
  • Langfristige Finanzierung queerer Großveranstaltungen und ihrer Trägerstrukturen

CSD-Programm am Samstag

Gedenkveranstaltung zum CSD

Am Samstagvormittag um 11 Uhr laden die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der LSVD Verband Queere Vielfalt Berlin-Brandenburg zu einem Gedenken am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen im Tiergarten ein. Dort werden Blumen und Kränze niedergelegt.

Am Samstag steht der CSD wie in den Vorjahren im Zeichen der großen Demonstration. Um 11.30 Uhr wird diese am Startpunkt an der Leipziger Straße/Ecke Charlottenstraße eröffnet.

Start der CSD-Parade 2026 in Berlin

  • Wann?

    • Am Samstag (25. Juli 2026) um 12 Uhr.
  • Wo?

    • An der Ecke Leipziger Straße/Charlottenstraße in Mitte.

In diesem Jahr sprechen neben dem Vorstand des CSD die queere Aktivistin Luna Möbius aus Sachsen-Anhalt sowie Politiker*innen: Angekündigt haben sich der Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak aus Tempelhof-Schöneberg (CDU) sowie die Spitzenkandidat*innen für die Berlin-Wahl Steffen Krach (SPD), Werner Graf (Grüne) sowie Elif Eralp (Linke).

CSD-Route 2026

Um 12 Uhr startet dann die Demonstration. Die Route bleibt im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Es geht von der Leipziger Straße durch Mitte, über den Potsdamer Platz nach Schöneberg, vorbei am Nollendorfplatz und von dort zur Straße des 17. Juni zur Siegessäule. Gegen 15.30 Uhr sollen die ersten Wagen dort ankommen. Einige ausgewählte Fahrzeuge fahren zusätzlich noch weiter auf die Straße des 17. Juni in Richtung Brandenburger Tor.

Wagen und Fußgruppen beim Berliner CSD

82 Fahrzeuge und 55 Fußgruppen sind in diesem Jahr angemeldet. Unter anderem gibt es einen „Madonna“-Truck von Warner Music. Viele Unternehmen – zum Beispiel BVG, Sparkasse, Deutsche Bank und Rewe – sind dabei. Ebenso zahlreiche queere Verbände und Organisationen – etwa die Schwulenberatung Berlin, Quarteera oder der CSD Sachsen-Anhalt.

Auch die Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch, und der Berliner Senat haben einen Wagen – genauso wie die Berliner Feuerwehr, die in diesem Jahr 175 Jahre alt wird. Und es wird politisch: Grüne, Volt, CDU, SPD, FDP und die Linke fahren mit einem Wagen mit.

Nach Kritik an AfD-Spende Möbel Höffner fährt nicht beim Berliner CSD mit Reihenfolge der CSD-Wagen

  1. Berliner CSD e. V.
  2. REWE – different together, das LGBTIQ+ Mitarbeitenden Netzwerk der REWE Group
  3. House of Pride (Official Pride Main-Party)
  4. Treatwell
  5. Madonna – Warner Music Central Europe
  6. Evangelische Kirche in Berlin
  7. Kwitne Queer e.V. – die erste unabhängige ukrainische LGBT-Community in Deutschland
  8. Quarteera e.V
  9. CSD Sachsen Anhalt
  10. Schwulenberatung Berlin
  11. Bearhood Berlin
  12. Queeres Parkfest Friedrichshain
  13. Annemieke van de Neuk
  14. CSD Dresden e.V. & Axel Springer Queerseite
  15. dbPride – Deutsche Bank & Vorspiel e.V.
  16. BVG mit Inklusionsbus
  17. Commerzbank
  18. PRISM – Universal Music
  19. Pro Seniore
  20. Berliner Sparkasse & Berliner Aidshilfe e.V.
  21. Flaconi GmbH / Your flaconi Pride
  22. DAB – Die Akademie Berlin Rainbow Project
  23. Mercedes-Benz PRIDE
  24. Mampe Berlin
  25. Eurowings
  26. ImmoScout24
  27. We Drive Proud
  28. Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg
  29. Siemens
  30. EY Unity
  31. Deloitte
  32. Levis
  33. Berliner Bäder Betriebe AöR
  34. Lieferando
  35. Bundesverband Queer – Stimme der LGBTQ* Community in den Wissenschaften
  36. Queerbeauftragte der Bundesregierung
  37. Bündnis 90/Die Grünen Berlin
  38. Volt Berlin
  39. LSU Berlin
  40. SPD Queer
  41. Regenbogenhauptstadt Berlin
  42. FDP und JuLis Berlin
  43. Bundestagsfraktion Die Linke
  44. rainbow@vodafone
  45. Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH
  46. JPMorganChase
  47. HPE (Hewlett Packard Enterprise)
  48. Berliner Feuerwehr
  49. Nie zu bunt – das queere Netzwerk der Edeka Minden-Hannover
  50. DHL Group
  51. Daddys Bar
  52. taz, die tageszeitung
  53. Shine at PwC
  54. Ebay
  55. Tierschutzverein für Berlin
  56. BAR JEDER VERNUNFT & TIPI AM KANZLERAMT
  57. Pride@Accenture
  58. Technisches Hilfswerk
  59. railbow, LGBTIQ*-Netzwerk der Deutschen Bahn
  60. Glamazon
  61. Bertelsmann be.queer
  62. EQUAL@McKinsey
  63. Spartacus
  64. Berlinovo, degewo, GESOBAU, HOWOGE
  65. BLEND – Bayer Community für LGBTQ+
  66. WVV-Gesundheitsnetzwerk
  67. Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin
  68. Kiku Ev
  69. EJF gAG
  70. Pride@Henkel – Diversity, Equity & Inclusion
  71. BEW Berliner Energie und Wärme GmbH
  72. Deutsche Telekom – MagentaPride
  73. Rotary und Rotaract Berlin
  74. ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
  75. Allianz One
  76. TUI Love Happy
  77. Lokschuppen mit Chantals House of Shame
  78. IU Internationale Hochschule
  79. Holy Softdrinks GmbH
  80. Öffis für Berlin und Brandenburg
  81. Internationaler Bund (IB)
  82. Zalando

Außerdem reihen sich zahlreiche Fußgruppen von Unternehmen und Initiativen ein. Mit dabei sind etwa Hertha BSC, mehrere Puppy-Gruppen, Keshet und die britische Botschaft.

Dass Hertha BSC zum ersten Mal mit einer Fußgruppe vertreten ist, geht übrigens auf einen Gastbeitrag der Sportmoderatorin Lena Cassel im vergangenen Jahr im Tagesspiegel zurück. Da kritisierte Cassel es als „Versäumnis“, dass Hertha nicht beim CSD dabei ist (und der 1. FC Union auch nicht). In diesem Jahr ist es so weit – und das am 134. Geburtstag des Vereins, der ebenfalls auf den Samstag fällt.

Fußgruppen zum Berliner CSD

  • SAP Deutschland
  • BLF e.V.
  • Mann-O-Meter e.V.
  • BiBerlin e.V.
  • Pups and Dogs Berlin-Brandenburg e.V.
  • Bears for Future Berlin and Friends
  • Queers der chinesischsprachigen Diaspora (华语离散酷儿)
  • Berliner Morgenpost
  • queeramnesty Berlin
  • JuWeHen, Jungorganisation des Deutschen Hebammenverbandes
  • Bodies Deserve Love
  • Junge Taiwan Initiative (Deutsch-Taiwanischen Gesellschaft e.V.)
  • Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe gGmbH
  • Berlin Erasmus and International Network of Students e.V.
  • AXA Versicherung AG
  • Deutscher Anwaltverein – Queeres Netzwerk im DAV
  • raum. – queer & women’s studio
  • Hertha BSC
  • Die Berliner Volkshochschulen
  • Die Berliner Jobcenter
  • Hospiz- und Palliativ Verband Berlin e.V. und Hospiz- und Palliativ Verband Brandenburg e.V.
  • Deutsche Rentenversicherung Bund
  • Freshfields
  • Empathic Leon
  • NYX Hotels by Leonardo Hotels
  • Aequaliris
  • Keshet Europe
  • Die Botschaft ist Liebe – Britische Botschaft
  • EastPride Berlin
  • Partei der Humanisten Berlin
  • Johannesstift Diakonie
  • Flix | DiversiFlix
  • Pride@DW – das Mitarbeitenden-Netzwerk der Deutschen Welle
  • Naturisten Bundesweit
  • The DO
  • PupPlay Berlin
  • Volkssolidarität Berlin
  • Insel der Jugend
  • Albert Schweitzer Stiftung – Wohnen & Betreuen
  • Sirius Facilities GmbH
  • Investitionsbank Berlin
  • Hays AG
  • Evangelische Kirchengemeinde vor dem Halleschen Tor & Friends
  • home24
  • PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ – Tierschutzpartei Berlin
  • pinkballroom
  • HOCKEY IS DIVERSITY E.V.
  • IMTB
  • KfW Bankengruppe
  • GEW Berlin, AG „Schwule Lehrer“
  • Toll Collect GmbH
  • Brillen in Mitte

CSD-Abschlusskundgebung und Bühnenprogramm

Vor dem Brandenburger Tor findet die große Abschlusskundgebung statt. Auf der Hauptbühne gibt es von 16.30 Uhr bis Mitternacht Musik und Reden. Sprechen wird zum Beispiel Sophie Koch, die Queerbeauftragte der Bundesregierung.

Unter anderem stehen LUNA, Mariybu, Ebow, Selene, wavvyboi, Søren Torpegaard Lund, Louk Jones, das Theater des Westens, Karaoke Jesus, DUCTTAPE sowie FLOSS mit einem Madonna-DJ-Set auf der Bühne. Auch an diesem Abend gibt es mit Sarah Connor einen Stargast. Moderieren werden Ricarda Hofmann und Jochen Schropp.

Zudem gibt es auf der Straße des 17. Juni sieben weitere Tanzbühnen – so viele wie nie zuvor.

Sperrungen zum CSD 2026

Auch in diesem Jahr werden zum CSD mehrere hunderttausend Menschen aus aller Welt erwartet. Vor allem in Mitte und Tiergarten wird der Straßenverkehr daher an vielen Stellen eingeschränkt. Bereits seit Mittwoch sind die Straße des 17. Juni zwischen Großer Stern und Brandenburger Tor, die Yitzhak-Rabin-Straße und die Ebertstraße zwischen Scheidemannstraße und Behrenstraße wegen Aufbauarbeiten für den Autoverkehr gesperrt. Diese Sperrung gilt laut Verkehrsinformationszentrale bis Montagvormittag.

Sperrungen gibt es dann am Samstag entlang der Demonstrationsstrecke (siehe die nachfolgende Infobox). Die Leipziger Straße ist bereits ab 8 Uhr gesperrt, der Potsdamer Platz ab 11 Uhr, der Nollendorfplatz ab 15.00 Uhr. Auch U-Bahnhöfe am Nollendorfplatz, am Bundestag und am Brandenburger Tor werden abhängig von der Lage möglicherweise geschlossen.

CSD 2026: Sperrungen in Berlin

  • Leipziger Straße (Antreteplatz) ab 08:00 Uhr
  • Leipziger Straße, Potsdamer Straße und Platz ab 11:00 Uhr
  • Potsdamer Straße und Brücke ab 11:00 Uhr
  • Bülow- und Kleiststraße ab 12:00 Uhr
  • U Nollendorfplatz ab 15:00 Uhr
  • An der Urania ab 12:00 Uhr
  • Großer Stern ab 14:00 Uhr
  • Altonaer Straße ab 14:00 Uhr
  • U Bundestag ab 16:00 Uhr
  • S+U Brandenburger Tor ab 15:30 Uhr (mögliche Sperrung am 24.07. ist ausschließlich operativ nach Lage)

Anreise zum CSD Berlin

Zudem ist die S-Bahn von Freitagabend bis Montagmorgen auf der Innenstadtstrecke zwischen Friedrichstraße und Bahnhof Zoo unterbrochen. Auch die Züge des Regionalverkehrs fahren nicht im Abschnitt zwischen Ostbahnhof und Charlottenburg. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet. Empfohlen wird, die Ringbahn und U-Bahnen zur Umfahrung zu nutzen.

Die Verkehrsinformationszentrale rät zu folgenden Alternativen:

  • zwischen Ostkreuz und Westkreuz die Ringbahnlinien S41/S42,
  • zwischen Berlin Hbf und Gesundbrunnen die S15,
  • zwischen Lichtenberg und Berlin Hbf die U5,
  • zwischen Alexanderplatz und Zoologischer Garten die U2 sowie
  • zwischen Friedrichstraße und Potsdam Hbf die S1.

Der CSD-Vorstand weist darauf hin, dass aufgrund der Sperrung der Stadtbahn U-Bahnen voller werden dürften als in den vergangenen Jahren – und U-Bahnhöfe deshalb früher geschlossen werden könnten.

Partys am CSD-Wochenende

Am CSD-Wochenende wird in vielen Berliner Clubs gefeiert. Die offizielle CSD-Mainparty „House of Pride“ findet am Samstag, 25. Juli, in den Aqua-Höfen (Ritter Butzke, Kreuzwerk, Modus Berlin) am Moritzplatz in Kreuzberg statt. Sie soll laut CSD „größer, lauter und queerer als je zuvor“ werden. Gefeiert wird ab 21 Uhr auf sieben Floors – und das mehr als zwölf Stunden lang. Mehr als 50 Künstler*innen sind dabei.

Zudem gibt es zwei offizielle Partys, die sich explizit an FLINTA* richten: Die „Love Always Wins“ (von den Macher*innen des Queer Garten) steigt am Samstag, 25. Juli, ab 21 Uhr im Frannz-Club in der Kulturbrauerei. Zeitgleich findet die „Love is Love“ von „Girls Town“ im Maaya auf dem RAW-Gelände statt.

Die Partys zum Berliner CSD CSD-Partys am Samstag (25. Juli)

  • ab 14 Uhr, Friends with Benefits, Renate, Alt-Stralau 70, Friedrichshain.
  • ab 20 Uhr, Gegen X Prncptl – CSD, Komplex Berlin, Modersohnstr. 35-45, Friedrichshain.
  • ab 21 Uhr, House of Pride, Official Berlin Pride Main Party, Ritter Butzke, Ritterstr. 24-27, Kreuzberg.
  • ab 21 Uhr, LOVE IS LOVE – Offizielle CSD FLINTA* Party by Girls TownMAAYA auf dem RAW Gelände, Revaler Str. 99, Friedrichshain.
  • ab 21 Uhr, LOVE ALWAYS WINS – Offizielle CSD FLINTA* Party by queer garten, Frannz Club in der Kulturbrauerei , Schönhauser Allee 36, Prenzlauer Berg.
  • ab 22 Uhr, Tracey presents The Ket Gala, Æden, Schleusenufer 3, Kreuzberg.
  • 22 Uhr, Gayhane, SO36, Oranienstr. 190, Kreuzberg.
  • 22 Uhr, Bodies & Baddies, Star Gast: Violet Chachki, Metropol, Nollendorfplatz 5, Schöneberg.
  • 23 Uhr, Gimme Moritz Pride Party, Humboldthain Club, Hochstr. 46, Wedding.
  • 23 Uhr, Hollywood Tramp: Brat Coded Pride 2026, Gretchen, Obentrautstr. 19-21, Kreuzberg.
  • ab 24 Uhr, CSD Klubnacht, Berghain, Am Wriezener Bahnhof, Friedrichshain.

CSD-Party am Sonntag (26. Juli)

  • ab 21 Uhr, Nacktfleisch: naked, queer, united ny music, Kit Kat Club, Köpenicker Str. 76, Mitte.

Der Tag nach dem Berliner CSD

Am Sonntag von 14 bis 17 Uhr gibt es im Tiergarten eine gemeinsame Müllsammel-Aktion. Der „After-CSD-Cleanup“ findet von 14 bis 17 Uhr statt. Treffpunkt ist an der Siegessäule.

Teilnehmer des 38. Christopher Street Day (CSD) feiern am 23.07.2016 auf der Straße des 17. Juni in Berlin. Im Hintergrund das Brandenburger Tor. Foto: Sophia Kembowski/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Der Berliner Christopher Street Day (CSD) zieht über die Straße des 17. Juni – und damit am Tiergarten vorbei. Am nächsten Tag wird dort aufgeräumt.

© dpa/Sophia Kembowski

Außerdem lädt die Markthalle Neun in Kreuzberg von 10 bis 16 Uhr zu einem „CSD Breakfast Market“ ein.

Der „Soul of Stonewall Award“ des CSD

Seit vielen Jahren ehrt der Berliner CSD mit dem „Soul of Stonewall Award“ Personen und Organisationen für ihre besonderen Verdienste um die Gleichstellung von queeren Menschen.

In diesem Jahr werden Peter Plate und Ulf Leo Sommer, der BUTCH*WALK Berlin sowie die französischen Autoren Didier Eribon und Édouard Louis ausgezeichnet. Sie „stehen für Mut, Sichtbarkeit und den Einsatz für Demokratie und Menschenrechte und leisten einen wichtigen Beitrag zu einer vielfältigen, solidarischen und gerechteren Gesellschaft“, begründete CSD-Vorstandmitglied Marcel Voges die Auswahl.

Verleihung der „Soul of Stonewall Awards“ des CSD

Beim Demokratieabend am Freitag wurde der Award an Eribon und Louis verliehen. Am Samstag erhalten Peter Plate und Ulf Leo Sommer sowie der BUTCH*WALK Berlin die Auszeichnung auf der großen Bühne vor dem Brandenburger Tor.

Der „Soul of Stonewall Award“ in der Kategorie „Lebenswerk“ geht an Peter Plate und Ulf Leo Sommer. „Als Intendanten des Theater des Westens sowie als Autoren, Komponisten und Produzenten bringen sie seit vielen Jahren queere Geschichten auf eine der renommiertesten Musicalbühnen Deutschlands und erreichen damit ein Millionenpublikum weit über die queere Community hinaus“, teilte der Berliner CSD mit.

Ulf Leo Sommer und Peter Plate  Ulf Leo Sommer und Peter Plate werden beim Berliner CSD ausgezeichnet.

© Ferran Casanova

Der BUTCH*WALK Berlin wird in der Kategorie „Community & Sichtbarkeit“ ausgezeichnet. „Die Initiative setzt sich mit großem Engagement für mehr lesbische Sichtbarkeit ein und schafft Räume für Begegnung, Vernetzung und Empowerment. Mit ihren Veranstaltungen macht sie maskuline und gendernonkonforme lesbische Lebensrealitäten im öffentlichen Raum sichtbar und stärkt damit die Vielfalt innerhalb der queeren Community“, begründet der CSD die Auswahl.

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Die befreundeten französischen Autoren Didier Eribon und Édouard Louis erhalten den „Soul of Stonewall Award“ in der Kategorie „Global Impact“. „Mit ihren Büchern und öffentlichen Debatten haben sie entscheidend dazu beigetragen, die Zusammenhänge von sozialer Herkunft, Armut, Queerness und gesellschaftlicher Teilhabe sichtbar zu machen. Ihr Werk prägt seit Jahren gesellschaftliche Debatten über soziale Gerechtigkeit, Identität und Demokratie und zeigt eindrucksvoll, wie eng Fragen von Klasse, Herkunft und sexueller Identität miteinander verbunden sind“, teilte der CSD mit.