Die Akademikerin Ursula Macht gab vor 20 Jahren ihr komfortables Leben in Berlin auf, um in der Uckermark Neues zu wagen. Sie baute 100 Kilometer von der Hauptstadt entfernt einen alten Hof zur Kulturstätte um. Die promovierte Literatur-Wissenschaftlerin freut sich seitdem jede Saison aufs Neue auf viele Besucher.

Guter Start in die neue Saison

2026 hat bereits hervorragend gestartet, wie die 71-Jährige sagt: „Unsere letzten beiden Konzerte waren wunderbar, wer die ‚Klangbande‛ mit ihrem tollen neuen Programm verpasst hat, tut mir leid. Aber vor allem das Konzert mit Karola Nitsch und Bertold Karsten Troyke hat das Publikum so mitgerissen, dass wir beinahe eine Tanzfläche frei geräumt hätten.“

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Nun aber zum nächsten Highlight: „Immer wieder werde ich gefragt, ob die großartige Flamenco-Tänzerin nicht auch mal wieder zu uns kommt“, sagte Ursula Macht zu Wochenbeginn dem Nordkurier: „Nun ist es endlich soweit – am Sonnabend, dem 1. August, zeigt Laura La Canela um 16 Uhr auf dem Artemishof ihre mitreißende Performance unter dem Titel ‚Flamenco Bohemio‛.“

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Ursula Macht liebt ihr Leben auf dem Land. (Foto: Privat)

Doch damit nicht genug, am Sonntag, dem 2. August, von 12 bis 16 Uhr gibt es noch einen Workshop, „Flamenco Rumba“, zu dem man sich möglichst zeitnah anmelden sollte, denn die Plätze sind begrenzt.

Sie und ihre Mitstreiter Chris und Simon öffnen den Hof am Samstag wie gewohnt um 15.30 Uhr, für die Tänzerin geht später der Hut herum, für Kaffee, Tee und gekräutertes Wasser bittet der Verein um Spenden.

Ursula Macht gibt auch schon eine kleine Vorschau auf die nächsten Veranstaltungen: Am 15. August wird der Künstler Michael Seidel mit seinem Volksliederprogramm in Flieth zu Gast sein, den Älteren vielleicht noch bekannt vom „Schauorchester Ungelenk“ aus DDR-Zeiten oder neuerdings mit dem YouTube-Podcast „Biertrinken mit Micha“, in dem er interessante Menschen zu Wort kommen lässt.

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Aber es sei vorab gewarnt: Deutsche Gärten sehen gemeinhin so aus: getrimmter Rasen, beschnittene Rosen und schnurgerade Beete. Wehe, es macht sich Unkraut und Wildwuchs breit. Der Hof von Ursula Macht in Flieth kommt wie der absolute Gegenentwurf daher. Hier bleibt offenbar alles dem Zufall, also der Natur, überlassen. Aber genau das macht auch den Reiz des Anwesens aus. Wer durchs Tor tritt, wirft beinahe unbemerkt die Last des stressigen Alltags von sich ab. Hier muss man langsam gehen, dem holprigen Pflaster sei Dank. Und hier erwartet Gäste auch sonst fast nichts, was in anderen Beherbergungshäusern Usus ist. Vermutlich darum kommen die Besucher so gern, bevorzugt aus großen Städten wie Berlin, wo Steingärten längst naturnahe Refugien abgelöst zu haben scheinen.

Schafe streicheln und füttern

Ursula Macht glaubt, dass ihr Refugium auch wie gemacht für Großeltern-Enkel-Ausflüge ist: „Morgens können die Kinder sich ihr Frühstücksei selbst aus dem Nest holen, danach die Schafe streicheln und füttern, an der Familienwanderung teilnehmen und vieles mehr. Am Abend nach einem erlebnisreichen Tag können sie zwar nicht fernsehen – dafür aber am Lagerfeuer Stockbrot backen, singen und Geschichten erzählen oder ihnen lauschen …“

Bei schlechtem Wetter gibt es die Garagengalerie, einen gemütlichen Salon mit Büchern und einen „Lesespeicher“ mit vielen Kinder- und Jugendbüchern zum Stöbern. Einen WLAN-Anschluss hat der Artemishof allerdings auch.

Kontakt: 0179 3944825