An diesem Samstag hat der Erzbischof von Bordeaux, Jean-Paul James, eine Botschaft an die Bevölkerung des Départements Gironde gerichtet. Anlass sind die anhaltenden Waldbrände in der Region, bei denen zwei Feuerwehrleute im Dienst in Mérignac ums Leben kamen und Tausende Menschen ihre Häuser verlassen mussten.

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Der Erzbischof sprach den Einsatzkräften sowie den von den Evakuierungen betroffenen Anwohnern und Touristen seine Anteilnahme aus. In seinem Schreiben forderte James die Pfarrgemeinden auf, bei den Gottesdiensten am Wochenende für das Ende der Brandkatastrophe und den Schutz von Menschenleben zu beten. Zudem würdigte er die bestehenden Hilfsinitiativen und rief zu anhaltender Solidarität mit den Evakuierten und Rettungskräften auf.

Die Lage im Département Gironde bleibt kritisch. Ein Großbrand nördlich des Beckens von Arcachon hat bereits mehr als 19.000 Hektar Waldfläche zerstört und ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Insgesamt wurden im Département bislang rund 110.000 Personen vorsorglich evakuiert. Zur Absicherung der Maßnahmen sind Hunderte Einsatzkräfte der Gendarmerie sowie die Streitkräfte eingebunden.

Nach Angaben der zuständigen Präfektur bewegt sich die Feuerfront in Richtung der Metropolregion Bordeaux. Innenminister Laurent Nuñez teilte mit, dass die Stadt Bordeaux nach aktuellem Stand nicht unmittelbar bedroht sei, die Einsatzkräfte jedoch sämtliche Bodentruppen und militärischen Ressourcen einsetzen, um ein Vordringen der Flammen zu verhindern. Aufgrund des Ausmaßes der Brände berief Premierminister Sébastien Lecornu am Freitagabend einen interministeriellen Krisenstab ein.

(sir – mg)