Ausflug ab Braunschweig

Scharfe Felsen und Panoramablick – perfekt zum Wandern

Aktualisiert am 26.07.2026 – 04:11 UhrLesedauer: 2 Min.

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Blick auf den Brocken (Archivbild): Die Achtermannshöhe ist der vierthöchste Berg im Harz. (Quelle: anweber/imago)

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Unweit von Braunschweig wartet einer der höchsten Aussichtspunkte im Harz: Die Achtermannshöhe begeistert mit rauer Natur, stillen Wegen und Blick bis zum Brocken.

Rund 925 Meter hoch, markant felsig und mit unverstelltem Blick über den Harz: Die Achtermannshöhe – im Volksmund schlicht „Achtermann“ genannt – ist ein eindrucksvolles Wanderziel im Oberharz. Wer den Aufstieg wagt, wird mit einem weiten Rundumblick belohnt. Immerhin ist der „Achtermann“ der dritthöchste Berg in Niedersachsen und der vierthöchste im Harz.

Zwar wird der Ausblick durch teils braune Flächen und zerstörte Wälder, die durch Trockenheit, Stürme oder Borkenkäferbefall zustande kommen, getrübt. Das Panorama inklusive Brocken, Wurmberg und Torfhaus ist dennoch ansehnlich.

Wanderfreunde haben die Wahl zwischen drei gut beschilderten Routen, die sich deutlich im Schwierigkeitsgrad unterscheiden. Geeignete Startpunkte für eine Tour sind nur rund eine Stunde von Braunschweig entfernt.

Königskrug – der steile Direktweg:

Der sogenannte „Milliardenweg“ ab Königskrug ist mit etwas mehr als zwei Kilometern der kürzeste, aber auch anspruchsvollste Aufstieg. Er ist steil, steinig, an einigen Stellen rutschig. Deshalb erfordert der Weg festes Schuhwerk und eine gewisse Trittsicherheit.

Oderbrück – die entspannte Variante:

Mit etwa 2,3 Kilometern geringfügig länger, aber deutlich bequemer: Der Weg ab Oderbrück verläuft zunächst durch das ruhige Bodemoor, bevor er sich felsig windet. Der finale Abschnitt ist steinig, aber mit einem Geländer gesichert. Er eignet sich für Familien oder Gelegenheitswanderer.

Braunlage – der gemütliche Klassiker:

Wer lieber in aller Ruhe unterwegs ist, kann den rund sechs Kilometer langen Anstieg von Braunlage wählen (Hinweg). Die Strecke ist technisch einfach und gut ausgebaut und eignet sich für Einsteiger oder alle, die sich für eine längere Tour mit moderatem Anstieg entscheiden.

Totholz im Nationalpark Harz (Archivbild): Auch zerstörte Waldstücke sind nahe des Brocken an der Achtermannshöhe zu finden.Vergrößern des BildesTotholz im Nationalpark Harz (Archivbild): Auch zerstörte Waldstücke sind nahe des Brocken an der Achtermannshöhe zu finden. (Quelle: Martin Wagner/imago-images-bilder)

Geologisch spannend ist der Aufbau des Achtermann-Massivs. Unten ist Granit wie beim Brocken zu finden, oben eine etwa zehn Meter dicke Hornfels-Schicht. Die baumlose, felsige Kuppe ragt deutlich über die Baumwipfel hinaus und eröffnet bei klarer Sicht ein schönes Panorama vom Harz. Mit etwas Glück reicht der Blick sogar bis zum Inselberg im Thüringer Wald.

Wer für die Harzer Wandernadel sammelt, sollte seine Stempelkarte nicht vergessen: Direkt an der Achtermannhütte beginnt der finale Aufstieg zum Gipfel. Hier befindet sich auch die Stempelstelle Nummer 12.