Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Krim: Angriffe auf Kraftwerk gemeldet

Von C. Siemer, T. Schibilla, F. Michalski, J. Seiferth, M. Kloft, C. Cöln, S. Cleven, J. Hartung, M. Küper, T. Wanhoff, A. Janzen

Aktualisiert am 26.07.2026 – 05:24 UhrLesedauer: 22 Min.

Eine Explosion an der Krim (Archivbild): Ukrainische Drohnen sollen ein Kraftwerk angegriffen haben.Vergrößern des Bildes

Eine Explosion an der Krim (Archivbild): Ukrainische Drohnen sollen ein Kraftwerk angegriffen haben. (Quelle: X / @Osinttechnical/Social Media)

Jetzt neu bei t-online:

Schriftgröße anpassen!

Artikel teilen

Laut Kiew will der Kreml erneut auf Soldaten aus Nordkorea zurückgreifen. Auf der Krim brennt wohl ein Kraftwerk. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Loading…Symbolbild für eingebettete Inhalte

Embed

Drohnenattacke auf der Krim gemeldet

Der ukrainische Telegramkanal Exilnova Plus berichtet von Angriffen auf der Krim-Halbinsel. Ziel soll nach Augenzeugenberichten ein Wärmekraftwerk sein. Es habe eine Explosion gegeben. Eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht.

Raketen auf dem Weg nach Kiew

Russland greift die ukrainische Hauptstadt Kiew mit ballistischen Raketen an. Das teilt die ukrainische Luftwaffe mit. Herabfallende Trümmerteile lösen nach Angaben des Bürgermeisters in mindestens drei Bezirken Brände aus.

Iran protestiert gegen Angriff auf Frachtschiff

Die iranische Regierung hat gegen einen mutmaßlichen ukrainischen Angriff auf ein Frachtschiff im Kaspischen Meer und den dadurch verursachten Tod eines Matrosen scharf protestiert. Nach Darstellung des Außenministeriums in Teheran soll ein weiterer Matrose bei dem Angriff am Samstag verletzt worden sein.

Die iranische Mitteilung verwies darauf, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Angriff ausdrücklich eingeräumt habe. Es handele sich um einen Akt der Aggression, der die Flammen des Krieges weiter anfachen und verbreiten könnte, und um einen Verstoß gegen das Völkerrecht, hieß es in der Mitteilung.

Selenskyj: Russland will 30.000 Soldaten aus Nordkorea rekrutieren

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet, dass Nordkorea Russland im Krieg gegen die Ukraine mit weiteren Truppen und schweren Waffen unterstützen wird. Russland bereite sich vor, weitere 30.000 nordkoreanische Soldaten in der Region Woronesch unterzubringen. Zudem wolle Pjöngjang weitere Abschussrampen für ballistische Raketen an Russland liefern, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.

Dies gehöre zu den Kriegsplanungen Moskaus für den bevorstehenden Herbst. Nach den ukrainischen Geheimdiensterkenntnissen, auf die sich Selenskyj in seinem Video berief, hege Kremlchef Putin weiterhin keine Friedensabsichten. Die geplante Unterstützung Moskaus aus Nordkorea stufte Selenskyj als Bedrohung vor allem für Asien ein. „Russland hilft Nordkorea dabei, den Krieg zu erlernen, verbessert dessen Waffen und verschafft dem Land Erfahrungen im realen Einsatz von Waffen“, sagte Selenskyj. „All dies stellt eine Bedrohung für jeden in Asien dar, der sich in Reichweite nordkoreanischer Raketen befindet.“

Nordkorea hatte sich bereits im Vorjahr mit bis zu 15.000 Soldaten am Krieg Russlands gegen die Ukraine beteiligt. Die Soldaten unterstützten Moskau dabei, von der Ukraine in einer Überraschungsoffensive bei Kursk kontrollierte Gebiete zurückzuerobern. Dabei kamen nach offiziell unbestätigten Schätzungen mindestens 2.000 Nordkoreaner ums Leben. Moskau und Pjöngjang verbindet ein Vertrag über strategische Partnerschaft. Die Außenminister beider Länder bekräftigten die enge Partnerschaft ihrer Länder erst vor wenigen Tagen.