Der Schock sitzt tief in Berlin: Am Abend ist ein weißer Transporter am Rande des Christopher-Street-Day in die Feiernden gerast. Die Tat ereignete sich gegen 22 Uhr in der Nähe des Tiergartens. Eine Frau wurde dabei getötet, sechszehn Personen verletzt. Drei davon lebensbedrohlich. Die Hauptstadt liegt im Schock. Unter dem Motto: „Haltung ist hot“ hatten hunderttausende Menschen in Berlin wie jedes Jahr friedlich demonstriert und gefeiert.

CSD Karlsruhe zeigt Solidarität mit Berlin nach dem Vorfall

Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen und die Einsatzkräfte Spuren suchen, sind die Hintergründe der Tat noch immer unklar. Ersten Spekulationen zufolge stammt der Täter aus dem Islamistischen Milieu. Bereits zur Fahndung ausgeschrieben ist der 21-Jährige Abdul B. Die Polizei warnt davor, den mutmaßlichen Täter anzusprechen. Noch unklar ist außerdem, ob es sich um einen oder mehrere Täter gehandelt habe.

Auch in Karlsruhe sitzt der Schreck tief. Der CSD Karlsruhe schreibt auf Instagram: „Unsere Gedanken sind in Berlin und bei der verstorbenen Person, bei allen Angehörigen, Freund*innen, dem CSD-Orga-Team, allen Helfenden allen Menschen, die dort friedlich demonstriert und gefeiert haben und bei allen Queers und ihren Lieben. Wir bitten alle, die dort sind: Haltet Euch an die Anweisungen der Veranstaltenden und Behörden. An alle hier auf unserem Kanal: Wenn es Euch nicht gut geht und ihr jemanden zum Reden braucht: Ruft Menschen an, die ihr lieb habt und bleibt nicht alleine.“

Trauernde zeigen in Berlin und Karlsruhe Solidarität auf Instagram

Während auf Facebook die Kommentarfunktion aufgrund von vorherigen Hasskommentaren deaktiviert ist, sammeln sich auf Instagram die Trauernden und sprechen ihre Solidarität aus. Allerdings finden sich auch hier schnell Kommentare gegen die Community.

Die Rapperin Ikkimel rief nach dem tödlichen Vorfall am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) zu Zusammenhalt auf. „Liebe ist NIEMALS der Fehler, ANGST UND HASS niemals eine Antwort“, schrieb die 29-Jährige bei Instagram. Sie hoffe, dass viele Menschen jetzt realisierten, wie wichtig es sei, zusammenzuhalten – „jetzt noch mehr als sonst“.