Am Nachmittag war es noch recht übersichtlich auf der Wiese neben dem Schützenzelt bei der Rheinkirmes, „aber das wird noch später am Abend, garantiert“, versichert Frank Katthöfer, einer der Organisatoren der Premiere von „SandyHillChill“, gefeiert werden konnte ja immerhin bis Mitternacht. Er spricht von 1500 verkauften Karten, „mindestens“.

Das Party-Format mit Beachfeeling zieht seit 1999 Tausende für ein Wochenende an den Strand von Zandvoort. Das Besondere dabei: Es wird nicht nur gefeiert, sondern vor allem auch gespendet – und zwar grundsätzlich an „Ärzte ohne Grenzen“. 154.000 Euro seien es allein im vergangenen Jahr gewesen, „wir streben insgesamt mittlerweile die zweite Million an“, sagt Katthöfer, Unternehmer und ehemaliger Rennfahrer, der sich in der DJ-Szene auch gerne schlicht „Katti“ nennt.

Jetzt also die Sonderveranstaltung „From Sand to the City“ in Düsseldorf. Und dafür haben sich die inzwischen etwas gesetzteren Herrschaften um die 60 jüngere Verstärkung ins Boot geholt: Odezza Events ist alles andere als ein Unbekannter in Düsseldorf, dahinter stehen Philipp Claus und Connor Lehmann, die schon mal dafür gesorgt haben, dass der Fischmarkt wegen Überfüllung geschlossen werden musste. „Wir müssen auch mal an die nächste Generation denken“, sagt Klaus Fischer (DJ Fishi), der als Kopf des „SandyHillChill“ gilt. Es ist der Wunsch der Organisatoren, das Festival auch in Düsseldorf fest zu etablieren. Neun DJs legten am Samstag auf, gespielt wurde alles, was die House-Musik zu bieten hat.

Der Spendenerlös geht jedenfalls komplett an „Ärzte ohne Grenzen“. Beim Festival in Zandvoort würden die Spenden sofort online angewiesen, „das Geld landet so überhaupt nicht bei uns, unsere Unkosten decken wir durch den Ticketverkauf ab, was dann übrig bleibt, geht ebenfalls an die Organisation“, sagt Katthöfer. In Düsseldorf sei das so wegen der Kürze der Zeit nicht möglich gewesen.

Von diesem Event und dem eng damit verknüpften Benefizgedanken waren dann auch die Schützen in Düsseldorf restlos begeistert. „Das passt wunderbar zu unserer sozialen Ausrichtung“, sagt Oberstleutnant Jonas Abs.