Bei den Fashion Days verwandelte sich Düsseldorf einmal mehr in eine bunte Erlebniswelt für jedermann. Mode wurde bei der sechsten von der Wirtschaftsförderung initiierten und finanzierten Festival Edition am Samstag aber nicht nur präsentiert, sondern in der gesamten Innenstadt – sozusagen beim Flanieren – erlebbar gemacht. Dazu stand das Event auch ganz im Zeichen von Beauty, Sport und Gastronomie.

Das Schaufenster der kreativen Vielfalt reichte von Modenschauen auf der Kö über Design- und Kreativmärkte bis hin zu Pop-ups, DJ-Sets und Sportevents wie den Performances der Tanz-Crew Team Legit und das vom Düsseldorfer Unternehmen LFDY ins Leben gerufene Basketballturnier auf dem Gustaf-Gründgens-Platz. Die Geschäfte lockten mit Cocktails und Cookies, Goodies und Glücksrädern. Wir haben uns umgeschaut, was alles in der Stadt geboten wurde.
 
Corneliusplatz Das weiße Zelt – bei den Temperaturen das reinste Treibhaus – war das Zentrum der mehr als 200 über die Innenstadt verteilten Aktionen. Die von Jana Azizi moderierten Fashion Shows von Sheme Shoes, Fashion Net Düsseldorf, Igedo Exhibitions, Fashionette, True Religion, Bugatti und Riani waren für einige Überraschungen gut. Eindrucksvoll auch das Pre-Opening mit riesigen Hüten der Studierenden der AMD Akademie Mode & Design sowie eine Schau sizilianischer Labels, die anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Städtepartnerschaft von Düsseldorf und Palermo gezeigt wurden.

Rund um den Platz hatten Pop-ups und Gastronomen ihre Zelte aufgeschlagen: Bei Lettinis ging es mit rot-weiß-karierten Tischdecken und Pizza italienisch zu. Die Wagnerin hatte Chicken Tikka Masala gekocht und die Eismanufaktur Ghirloni bot ein limitiertes Festival-Eis am Stiel an. Wer schon immer mal davon geträumt hat, auf der Titelseite des Magazins Bunte zu erscheinen, konnte bei einem Cover-Shooting zumindest ein Gefühl dafür bekommen. Lea, die mit ihrer Mutter aus Kranenburg unterwegs war, freute sich sehr über das Profi-Foto von ihr. Andere wie Nina und Paula ließen sich von Taniyama (Studio Rabotti) zeichnen.
 
Kö-Bogen Rund um den Uecker-Nagel war eine Sommerlounge mit Liegestühlen, kühlen Drinks, Streetfood und DJ-Sounds aufgebaut. In der Lobby des Steigenberger Parkhotels dokumentierte eine sehenswerte Ausstellung mit historischen Fotos die Entwicklung Düsseldorfs zur Modemetropole – von der Zeit des Kaiserreichs bis in die 1990er-Jahre.
 
Schadowplatz Neben einigen Marktständen auf der Schadowstraße war einer der Hotspots der Schadowplatz. Das lag womöglich auch am dem beliebten Public Catwalk, auf dem sich jeder selbst in Szene setzen konnte, und vor dem sich den ganzen Tag über lange Schlangen bildeten. Die vierjährige Dominika lief wie ein Profi, und auch die kleine Katharina schlenderte über den roten Teppich wie eine Große. Unbeeindruckt von Scheinwerfern und Applaus des Publikums erlebten auch etliche Hunde (natürlich an der Leine ihrer Frauchen) dort ihre Premiere auf dem Laufsteg.
Hofgarten An den Terrassen hatte L’Oréal, das größte in Düsseldorf ansässige Beauty-Unternehmen, seine Valentino-Duft-Welt ganz in Rosa aufgebaut. Gegenüber auf der Jägerhofallee begeisterte zum dritten Mal in Folge der von Tina Husemann und David Holtkamp kuratierte „The Market“. Mehr als 40 teilnehmende kleine individuelle Labels – Mode, Design und Kulinarisches – aus Düsseldorf und der Region gab es zu entdecken.

Erstmals waren auch sizilianische Kreative vertreten, darunter Christina Faslone, die aus ausrangierten Sonnenschirmen – Fundstücke von Siziliens Stränden – neue farbenfrohe Windjacken fertigt. Upcycling ist auch das Geschäft von Patricia Hoeck: In ihrem Atelier an der Haroldstraße entstehen aus Vintage-Hemden neue kastenförmige Blusen. Die Schnittmuster für die Hose von Oma Mieze und die Bluse von Oma Mimi haben Fee Kohlmeyer und Tina Jokisch (beide Architektinnen) als Grundlage für ihre handgemachten Overalls aus Jeans und Baumwolle genommen. Herausgekommen ist die Marke „Mimi & Mieze“.