Am Samstag hatte Selenskyj erklärt, im Kaspischen Meer seien „sehr solide Ergebnisse“ durch Angriffe erzielt worden. Die Attacken hätten sich insbesondere gegen Schiffe gerichtet, „die für den Transport militärischer Fracht mit Beteiligung des Iran genutzt wurden, sowie auf ein Kriegsschiff“.

Der ukrainische Geheimdienst SBU sprach auf Telegram von Drohnenangriffen auf mit internationalen Sanktionen belegte Frachtschiffe, „die zum Transport militärischer Fracht zwischen dem Iran und Russland“ genutzt worden seien. Das Kaspische Meer ist ein Binnengewässer, das an den Iran und Russland grenzt. Weitere Anrainerstaaten sind Kasachstan, Turkmenistan und Aserbaidschan.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi gibt an, dass weitere Verhandlungen mit den USA am Freitag starten sollen. (Archivbild)Vergrößern des BildesIrans Außenminister Abbas Araghtschi spricht von einem „eklatanten Verstoß gegen die UN-Charta“. (Quelle: Dmitri Lovetsky/dpa)

USA bestätigen Verlegung von Militär in den Nahen Osten

Die USA haben inmitten des Iran-Kriegs die Verlegung von weiterem Militär in den Nahen Osten bestätigt. Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, sagte in der Polit-Sendung „Face the Nation“ des US-Senders CBS News, zusätzliche Kapazitäten würden in die Region verlegt. Genauere Angaben machte er nicht. US-Medien hatten bereits vor rund einer Woche berichtet, dass die USA weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Region verlegen.

Nach einer Angriffsserie von 13 Nächten in Folge hatte das US-Militär in den vergangenen beiden Nächten keine Angriffe gegen den Iran gemeldet. Waltz sagte, das gebe der Diplomatie etwas Raum.

Iranische Medien: Öltanker explodiert in der Straße von Hormus

In der Straße von Hormus ist nach Berichten iranischer Medien ein Öltanker explodiert. Der Tanker sei von einer vorgeschriebenen Route abgewichen und auf eine Seemine aufgelaufen, berichteten die dem Militär und den Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagenturen Defapress und Tasnim. Der Tanker habe zuvor sein Radarsystem ausgeschaltet. Weitere Angaben wurden nicht gemacht.

Die Straße von Hormus spielt eine Schlüsselrolle im weltweiten Energiehandel. Der Iran fordert von Handelsschiffen die Einhaltung einer festgelegten Passage und beansprucht die Kontrolle über die Meerenge für sich.

Revolutionsgarden stoppen Schiffe in der Straße von Hormus

Irans Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben sechs Handelsschiffe vor einer Durchfahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus gestoppt. Die Garden erklärten laut der ihnen nahestehenden Agentur Tasnim, sie setzten die Kontrolle über ein 240.000 Quadratkilometer großes Gebiet im Persischen Golf und der Straße von Hormus durch. Diese Fläche entspricht etwa zwei Dritteln des deutschen Staatsgebiets.

Satellitenaufnahme des Persischen GolfsVergrößern des BildesPersischer Golf (Archivbild): Der Konflikt um die Straße von Hormus setzt sich fort. (Quelle: -/The Visible Earth/NASA/dpa/dpa-bilder)

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