Wer in die weite Welt aufbricht, dem sollte bewusst sein, dass im Ferienland nicht alles so geregelt ist wie daheim. Damit es nicht zu einem Konflikt mit dem Gesetz kommt, haben wir hier eine kleine Liste der unerwartetsten Gesetze in beliebten Reiseländern zusammengestellt. Und ja, auch wenn einiges merkwürdig erscheint, diese Vorschriften gelten tatsächlich.

England: Briefmarke richtig aufkleben Wer eine Postkarte nach Hause schreibt, der sollte beim Frankieren aufpassen. Aus Respekt vor dem König ist es nicht nur unschicklich, sondern offiziell sogar verboten, eine Briefmarke mit ihrem Konterfei falsch herum aufzukleben.

Frankreich: kein Abschiedskuss Küssen am Bahnsteig verboten: Bereits seit dem Jahr 1910 ist es in Frankreich nicht erlaubt, Abschiedsküsse am Bahnsteig auszutauschen. Damit reagierte der Gesetzgeber einst auf Zugverspätungen, weil sich Paare vor der Abfahrt nicht trennen konnten und dadurch immer wieder Verzögerungen hervor riefen.

Keine E-Zigaretten nach Thailand mitnehmen

USA: Bierflasche in der Tüte lassen Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit ist tabu. Das gilt auch für Strände, Parks und Flaniermeilen. Schon das sichtbare Tragen alkoholischer Getränke kann strafbar sein. Und wenn der Kassierer an der Kasse unter 21 ist, dann muss man in New York den Alkohol selber scannen und in die Tüte packen – wirklich.

Singapur: Kaugummi kostet Die als besonders reinlich bekannte Stadt hat seit 1992 Herstellung und Verkauf von Kaugummis verboten, um Straßen, Busse und U-Bahnen sauber zu halten. Laut Auswärtigem Amt ist sogar die private Einfuhr untersagt. Wer „aus medizinischen Gründen“ kaut, kann in Apotheken immerhin zwei Sorten Kaugummi kaufen – zum Beispiel als Nikotinersatz.

Hawaii: Achtung beim Sonnenschutz Hawaii untersagt seit 2021 den Verkauf von Sonnenschutzmitteln mit bestimmten UV-Filtern wie Oxybenzon und Octinoxat. Der Grund: Sie könnten Korallen schädigen. Vor Ort werden riff-sichere Produkte verkauft.

Thailand: E-Zigaretten daheim lassen Nicht ins Reisegepäck gehören E-Zigaretten für Urlauber, die nach Thailand reisen. Ob Bangkok, Phuket oder Hua-Hin: Überall ist der Import von elektrischen Zigaretten verboten. Sie werden bei der Einfuhr beschlagnahmt. Touristen, die beim Dampfen oder mit Geräten erwischt werden, riskieren Beschlagnahme, hohe Geldstrafen und im Extremfall Haft.

Griechenland: keine Steine mitnehmen In Griechenland ist es bei strenger Strafe verboten, Steine von antiken Stätten mitzunehmen. Dies gilt nicht nur für Teile der Akropolis, sondern auch für völlig unverfängliche Kiesel. Wer erwischt wird, kann leicht die Nacht in der Polizeistation verbringen und muss hinterher auch noch das archäologische Gutachten bezahlen.

Vorsicht mit den Tätowierungen in Sri Lanka

Sri Lanka: kein Tattoo zeigen Das Spiel mit religiösen Symbolen ist überall auf der Welt gefährlich. Eine britische Touristin reiste mit ihrer Buddha-Tätowierung auf dem Arm nach Sri Lanka. Erboste Mönche meldeten dies der Polizei als unangemessen – die Frau wurde des Landes verwiesen.

Italien: am Trevi-Brunnen nicht essen Die Stadtväter in Italiens Altstädten wünschen sich, dass die Touristen ihr Geld im Restaurant ausgeben und nicht beim illegalen Hütchenspieler. Wer in Rom am Rand des Trevi-Brunnens picknickt, der wird von Polizisten mit Trillerpfeifen verscheucht. In Florenz und auf Capri werden die Freitreppen vor den Kirchen um die Mittagszeit nass gespritzt, damit sich niemand hinsetzt. Und Einkaufen bei illegalen Straßenhändlern kostet bis zu 7000 Euro Strafe.

Deutschland: Strandburgen abends beseitigen Auch in Deutschland gibt es unerwartete Vorschriften: So macht das Bauen von Strandburgen zwar Spaß, ist aber an vielen Stränden verboten. In Binz auf Rügen und auf Fehmarn sind zumindest kleine Burgen erlaubt, die abends wieder zugeschüttet werden müssen, damit nachts keine Menschen in Löcher oder über Sandberge stolpern. Gänzlich verboten ist Burgenbauen auf Sylt – angeblich, um Rettungsfahrzeuge nicht zu behindern.