Nach mehreren Bränden in leer stehenden Gebäuden in Wuppertal und Solingen sind nun zwei Tatverdächtige festgenommen worden.
Am 15. Juli kam es zunächst zu einem Brand in einer leer stehenden Fabrik an der Ecke Carnaper Straße und Hatzfelder Straße.
Am Abend desselben Tages gegen 20 Uhr brannte die leer stehende Gelbe Villa am Robert-Koch-Platz, unweit der ersten Tatorts. Die Löscharbeiten an der Villa dauerten bis in die Morgenstunden des darauffolgenden Tages an.
Am 16. Juli gegen 13.30 Uhr brannte es erneut in der leer stehenden Fabrik. Ebenfalls am 16. Juli, gegen 20.10 Uhr, brannte in Ronsdorf eine Bauruine an der Holthauser Straße.
Am 17. Juli brannte ein leer stehendes Wohngebäude an der Kabelstraße. Hier konnten Zeugen mögliche Tatverdächtige beschreiben.
Am 18. Juli brannte zunächst ein leer stehendes Gebäude an der Straße Werwolf in Solingen vollständig ab. Noch während der andauernden Löscharbeiten brannte es in einem leer stehenden Bahnhofsgebäude an der Bahnhofstraße in Solingen.
Hier konnten zwei Verdächtige beobachtet werden, die kurze Zeit später im Zuge der Fahndung von der Polizei vorläufig festgenommen wurden. Dabei handelt es sich um zwei Wohnungslose im Alter von 15- und 21 Jahren.
Die Ermittlungen erhärteten den Verdacht, dass die beiden Tatverdächtigen für die Brände verantwortlich sein dürften, da sich unter anderem auf den Mobiltelefonen der Beschuldigten Aufnahmen von Brandorten befanden. Die Beschuldigten wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft den Haftrichtern vorgeführt, die die Untersuchungshaft anordneten.
Das Gesetz sieht pro Brandlegung Freiheitsstrafen zwischen einem und zehn Jahren vor. Der 21 Jahre alte Tatverdächtige hat für den Fall einer Verurteilung eine langjährige Freiheitsstrafe zu erwarten. Der 15 Jahre alte Tatverdächtige wäre für den Fall einer Verurteilung nach dem Jugendstrafrecht zu verurteilen. Insoweit droht ihm eine empfindliche Jugendstrafe. Die umfangreichen Ermittlungen dauern an.