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Stuttgart – Der Sportwagenbauer Porsche steckt tief in der Krise. Der Konzern will in den kommenden Jahren weitere 5000 Stellen abbauen. Das teilten Unternehmen und Betriebsrat am Montag bei einer Betriebsversammlung in Stuttgart mit. Bereits im vergangenen Jahr war der Abbau von 3900 Arbeitsplätzen beschlossen worden. Zusätzlich fallen bei Tochterunternehmen rund 500 Jobs weg.

Für die verbleibenden Beschäftigten gibt es aber auch eine gute Nachricht: Porsche verlängert die Standort- und Beschäftigungssicherung für das Stammwerk in Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum in Weissach bis Ende 2035. Betriebsbedingte Kündigungen sind damit ausgeschlossen. Der Stellenabbau soll vor allem dadurch erfolgen, dass frei werdende Stellen nicht neu besetzt werden, sowie über Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge.

Weniger Geld, weniger Homeoffice

Der Preis für die lange Beschäftigungsgarantie ist hoch. Tariferhöhungen werden bis 2035 teilweise einbehalten, das Weihnachtsgeld wird gekürzt. Auch der Mitarbeiterbonus soll stärker vom Unternehmenserfolg abhängen. Viele Manager verzichten 2027 und 2028 auf Gehaltserhöhungen. Auch das mobile Arbeiten wird von 12 auf maximal 8 Tage im Monat gekürzt. Im Gegenzug will Porsche 2,1 Milliarden Euro in Zuffenhausen und Weissach investieren. Die zweitürigen Sportwagen sollen weiter in Zuffenhausen gebaut, die Entwicklung in Weissach gebündelt werden.

Porsche-Chef Michael Leiters (54) will den Sportwagenbauer wieder auf Erfolgskurs bringen

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Foto: Bernd Weißbrod/dpa

China-Krise trifft Porsche hart

Gründe für die neue Sparrunde sind der Einbruch in China, höhere US-Zölle und milliardenschwere Investitionen in Elektroautos, die sich bislang nicht auszahlen. Porsche hatte jahrelang stark expandiert. Seit 2015 wuchs die Belegschaft um 75 Prozent auf zuletzt gut 42.000 Beschäftigte. Doch der Absatz fällt. Vor 3 Jahren verkaufte Porsche noch rund 320.000 Autos. Für 2026 rechnet der Konzern nur noch mit etwa 250.000 Fahrzeugen. Die Werke sind damit deutlich schlechter ausgelastet als geplant.

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Laut dem Halbjahresbericht des Volkswagen-Konzerns erzielte Porsche einschließlich der Finanzdienstleistungen im 1. Halbjahr 2026 ein operatives Ergebnis von 1,35 Milliarden Euro. Die Gewinnmarge lag bei 7,8 Prozent – jahrelang waren es rund 15 Prozent. Die vollständigen Porsche-Zahlen kommen am Mittwoch.