Stand: 27.07.2026 20:23 Uhr
Mehr als 500 Menschen sind laut Polizei am Montagabend zusammengekommen, um ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Am Samstag war am Rande des Berliner Christopher Street Day (CSD) ein Auto in eine Menschenmenge gefahren.
Raum für Trauer, Mitgefühl und Solidarität: Das wollte die Stadt nach eigenen Angaben zum Wochenstart in Hannover schaffen. Das passte jedoch nicht allen – auf dem Platz der Weltausstellung gab es am Abend vereinzelt queerfeindliche Kommentare von Passanten, wie eine NDR Reporterin vor Ort berichtete. Einschüchtern lassen wollten sich die Teilnehmenden nicht – ein zentraler Punkt der Veranstaltung. Kummer, Fassungslosigkeit, aber auch die Wut und der Frust der Community sollten laut Stadt vor Ort Platz finden und gemeinsam geteilt werden können.
Video:
Hannover: Gedenkveranstaltung nach Anschlag auf Berliner CSD (2 Min)
Onay: „Angriff auf unsere Werte“
Bei der Veranstaltung auf dem Platz der Weltausstellung sprach unter anderem Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne). „Ein Angriff auf einen CSD und damit auf queere Menschen ist immer auch ein Angriff auf unsere Freiheit, unsere Demokratie und die Werte unseres Zusammenlebens“, sagte er vorab. Eingeladen war auch der Verein Andersraum – eine Begegnungsstätte für queere Menschen in Hannover und Veranstalter des dortigen CSD. Auch Hannovers Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten nahm an der Versammlung teil. Bei dem Anschlag am Samstag in Berlin kam eine Frau ums Leben, viele weitere Menschen wurden verletzt.

In vielen Städten fanden am Sonntag Mahnwachen für die Opfer des Anschlags auf den Christopher Street Day in Berlin statt.

Angriff auf den CSD in Berlin
Eine Tote, mehrere Verletzte: Nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin herrschen Trauer und Entsetzen. Was ist über den Ablauf der Tat am späten Samstagabend bekannt? Und was über den getöteten Tatverdächtigen und sein Motiv?

Attentat auf CSD in Berlin
Die Polizei will den CSD in Hamburg am kommenden Wochenende mit mehr Personal schützen. Der Sprecher von Hamburg Pride fordert ein Umdenken der Politik und eine Wiederaufnahme des bundesweiten Aktionsplans „Queer leben“.

Für queere Selbstbestimmung und gegen Menschenfeindlichkeit: Dafür macht sich der bundesweite CSD mit vielen Aktionen stark.
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