Bielefeld. Angelika Fox (77) hat ein großes Herz. Schon oft hat sie Kunst- oder Dekoobjekte, die sich in ihrem Besitz befanden oder die sie erworben hatte, veräußert, um Menschen in schwierigen Lebenslagen zu helfen. Auch ist die Gadderbaumer Rentnerin ehrenamtlich bei verschiedenen Trägern tätig, um Gutes zu tun.
Dieses Mal hat der NW-Bericht über den schwer an der neuroimmunologischen Krankheit ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) erkrankten jungen Mann Joel (23) gerührt. Joel begann 2020 unter der extremen Schwäche zu leiden, nachdem er nicht nur eine Coronaimpfung erhalten, sondern sich zugleich mit dem Virus infiziert hatte.
Weitere Objekte im Angebot sind eine Schreibtischlampe im Bauhausstil, eine Paar-Skulptur auf Kunststein und eine Vase.
| © Barbara Franke
Ein Spendenaufruf auf der Plattform Gofundme im April dieses Jahres sollte dazu beitragen, für ihn einen elektrischen Rollstuhl anzuschaffen, mit dem sich Joel eigenständig fortbewegen könnte. Da er inzwischen Pflegegrad 5 zuerkannt bekam, sei die Anschaffung nun in Reichweite. Zugleich benötige er aber Geldmittel für privatärztliche Leistungen, auf die Joel und sein Partner David Komnick, der ihn betreut, ihre Hoffnung auf eine Zustandsverbesserung setzen.
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Viel Hoffnung in die Medizinische Hochschule Hannover gesetzt
Angelika Fox möchte Geld beisteuern und bietet daher ein Ölbild mit romantischem Motiv an. Es stamme von Gerhard Lechner und trage den Titel „Das Gehöft“, im Format 115 mal 85 cm (inklusive Rahmen). Fox hofft auf ein Mindestgebot von 1.000 Euro. Für das Bild verfügt sie über einen Kaufvertrag von 1979, damals kostete das Werk bereits 2.850 D-Mark. Außerdem im Angebot: eine Schreibtischlampe im Bauhausstil/Art Déco aus Messing, entworfen von Egon Hillebrand, zudem die Figur eines Paares (circa 35 cm hoch) auf einem Kunststoffstein sowie eine konkav geformte farbige Glasvase mit Flusslandschaft.
Zu erschöpft für einen normalen Alltag: Joel Hartmann (23) leidet an ME/CFS und ist überwiegend bettlägerig.
| © Nicole Ellerbrake
Hier nimmt Fox Gebote entgegen. Joel gehe es inzwischen schlechter, berichtet Komnick am Telefon. Er erhalte Sondennahrung, sei sehr schwach. Die beiden sind in die Nähe von Hannover gezogen, wo David Arbeit gefunden hat. Zum Glück sei sein Chef sehr mitfühlend, weswegen er oft im Homeoffice arbeiten könne, so David.
Aber auch: „Wir hatten viel Hoffnung auf Hilfe in der MHH (Medizinischen Hochschule Hannover) gesetzt“, aber auch dort sei man oft ratlos. Zudem nicht auf die Unterbringung von Erkrankten mit „Belastungsintoleranz“ eingerichtet. Nun suchten sie die Hilfe spezialisierter Privatärzte, die die Krankenkasse nicht zahlt. Für die Unterstützung aus Bielefeld sind sie sehr dankbar.
Interessenten für die zu veräußernden Dinge melden sich bitte per Mail bei bielefeld@nw.de. Wir leiten die Anfragen weiter an Frau Fox.
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