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Schon bevor Florian Kastenmeier (29) das Fortuna-Angebot endgültig absagte, hatte es den einen oder anderen gegeben, der sich das gewünscht hatte. Und diese Stimmen scheinen nun Recht zu bekommen.
Während die ehemalige Nummer eins noch immer ohne neuen Klub ist, hat Fortuna Düsseldorf mit Lasse Rieß (25) einen neuen Stammkeeper gefunden, der überhaupt nicht wie eine Verschlechterung wirkt. Von Tag 1 an überzeugte die Mainz-Leihe mit dem Ball am Fuß, bei hohen Bällen und auf der Linie. Gegen den BVB (2:1) war Rieß („Da stehe ich schon scheiße, muss ich sagen“) beim Gegentor zwar mit in der Verlosung, ansonsten war er aber einer der Hauptverantwortlichen dafür, dass sein Team am Ende die Arena-Premiere noch siegreich über die Bühne gebracht hat.
Rieß spielt wie ein Libero
Rieß: „Ich soll das beibehalten, hinter der Abwehrkette zu lauern und aktiv zu sein. Das ist auch gut für die Verteidigung, wenn sie weiß, dass sie da hinten jemanden hat, der nicht auf der Linie klebt. Dann wissen sie, dass sie nur in den Mann gehen brauchen, wenn sich mal jemand verschätzt. Das Gegentor gegen Dortmund ist das beste Beispiel, wie es besser laufen sollte.“ Denn da hatte Elias Egouli (23) nach einem langen Ball nicht den Gegner geblockt und ließ so auch Rieß schlecht aussehen.

Alexander Ende (m., 46) fordert von der gesamten Mannschaft Mut ein, so ist es auch bei Lasse Rieß (v., 25)
Foto: Getty Images
Das war bisher aber der einzige Moment, ansonsten macht der Kastenmeier-Nachfolger einen Top-Eindruck. Alexander Ende (46) hatte einen Torwart-Typen wie ihn unbedingt haben wollen, dann schnürte Samir Arabi (47) den Leih-Deal ohne Kaufoption – aber mit einer mündlichen Absprache, dass Mainz ihn auch länger abgeben könnte, wenn der Aufstieg aus der 3. Liga klappen sollte.
Ende nach der Rieß-Verpflichtung: „Die Skills, die er hat, sind genau die, die wir gesucht haben. Er ist fußballerisch mit beiden Füßen gut, hat einen weiten Schlag und auf der Linie Big Saves. Und er kommt bei Flanken raus – dieser Mut war das, was mich mit am meisten beeindruckt hat. Ich hasse Torhüter, die auf der Linie verharren. Und dann muss man als Trainer auch mal die Hand schützend drüber halten, wenn etwas schief geht.“ Wie jetzt gegen Dortmund – ansonsten scheint Endes neue Nummer 1 ein echter Fortuna-RIEße zu sein!