Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Ukraine könnte Moskau wohl schon im Herbst mit Raketen angreifen

Aktualisiert am 28.07.2026 – 08:32 UhrLesedauer: 5 Min.

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Moskau bei Nacht (Archivbild): Das ukrainische Rüstungsunternehmen Fire Point beendet voraussichtlich im Herbst die Testphase seiner ballistischen Raketen für den Einsatz gegen Russland. (Quelle: imago stock&people)

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Die Ukraine könnte Moskau wohl schon im Herbst mit ballistischen Raketen angreifen. Ein russischer Doppelmörder kämpft auf ukrainischer Seite. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Selenskyj in USA eingetroffen: Treffen mit Trump geplant

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist mittlerweile in den USA eingetroffen. Er teilte dies über den Kurznachrichtendienst X mit. Mit Blick auf sein geplantes Treffen mit US-Präsident Donald Trump erklärte er, oberste Priorität hätten die Raketenabwehr und die strategische Kooperation mit den USA. Die Ukraine benötigt zur Abwehr des russischen Angriffskriegs dringend mehr Unterstützung bei der Flugabwehr.

Ukrainische Rüstungsunternehmen: Ukraine könnte schon im Herbst ballistische Raketen einsetzen

Die Ukraine könnte Moskau womöglich bereits im Herbst mit ballistischne Raketen angreifen. Denis Shtilerman, Inhaber und Chefkonstrukteur des Rüstungsunternehmens Fire Point, erklärte im Gespräch mit dem Journalisten Dmitry Gordon, entsprechende Raketen befänden sich in der Endphase der Tests. Danach werde das Militär ab Herbst mit dem Einsatz gegen wichtige Moskauer Ziele beginnen.

Bürgermeister: Moskau über Nacht mit mehr als 390 Drohnen angegriffen

Die russische Hauptstadt Moskau ist nach Angaben des Bürgermeisters Sergej Sobjanin mit mehr als 390 Drohnen angegriffen worden. Die Drohnen hätten Moskau zwischen Montagabend und Dienstagmorgen angeflogen und seien größtenteils von der Luftabwehr „lange vor Erreichen der Stadt neutralisiert“ worden, erklärte Sobjanin im Onlinedienst Telegram. 81 „feindliche“ Drohnen seien zerstört worden, als sie sich Moskau näherten, fügte er hinzu.

Der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, meldete ebenfalls Drohnenangriffe. Dabei seien Wohnhäuser in der Stadt Tschechow und dem Dorf Waulowo beschädigt worden.

Die Angriffe auf Moskau erfolgten wenige Stunden vor einem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington. Dort empfängt US-Präsident Donald Trump den ukrainischen Staatschef im Weißen Haus.

Russischer Doppelmörder kämpft in der Ukraine

Ein wegen eines besonders grausamen Doppelmordes verurteilter Russe ist offenbar an die Front in der Ukraine geschickt worden. Kirill Tscheplygin aus Atschinsk in der Region Krasnojarsk habe am 9. Juni einen Vertrag mit dem russischen Verteidigungsministerium unterzeichnet, sagte die Mutter seiner getöteten Ex-Frau, das russische Exilmedium „Meduza“ berichtet. Im Dezember 2025 war der 35-Jährige zu 19 Jahren und zwei Monaten Haft in einer Strafkolonie mit verschärften Bedingungen verurteilt worden.

Russische Soldaten feuern aus einem Geschütz (Archivbild): Immer wieder schickt Russland verurteilte Straftäter an die Front in der Ukraine.Vergrößern des BildesRussische Soldaten feuern aus einem Geschütz (Archivbild): Immer wieder schickt Russland verurteilte Straftäter an die Front in der Ukraine. (Quelle: IMAGO/Alexander Polegenko)

Tscheplygin hatte seine Ex-Frau Jekaterina und deren neuen Partner im Februar 2025 zunächst in einem Treppenhaus und anschließend auf der Straße mit einem Messer getötet. Die Mutter der Frau musste die Tat nach Angaben der Staatsanwaltschaft von einem Fenster aus mitansehen. Schon während der Ermittlungen soll Tscheplygin darum gebeten haben, an die Front geschickt zu werden, um einer Haftstrafe zu entgehen.