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London (England) – „We will dance again. And there won’t be no war.“ Zu Deutsch: „Wir werden wieder tanzen – und es wird kein Krieg mehr sein.“ Culture-Club-Sänger Boy George (65) erinnert mit einem Song an den Hamas-Terror vom 7. Oktober 2023 und stellt sich klar an die Seite Israels. Im Netz hagelt es dafür Hasskommentare.

„Shalom“, schrieb Boy George am Montag auf X und teilte mit diesem hebräischen Gruß seinen neuen Song. Die lässigen Reggae-Klänge des Lieds können nicht darüber hinwegtäuschen, wie politisch seine Botschaft ist. In dem Lied mit dem Titel „Od Nirkod (We Will Dance Again)“ singt er gleich zu Beginn: „Du sagst Genozid, ich sage Krieg. Wenn man angegriffen wird, dafür ist die Armee da. Wird es hässlich? Und ob. Wenn ich weiß, dass du jeden einzelnen von uns töten willst …“

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soziale Netzwerke aktivieren Songtitel erinnert an Nova-Festival

Hinter den Zeilen steckt die Erinnerung an einen Tag, der sich tief ins israelische Gedächtnis eingebrannt hat. Am 7. Oktober 2023 ermordeten Hamas-Terroristen in Israel 1200 Menschen und verschleppten 251 Geiseln nach Gaza. Es war das schwerste Massaker an Juden seit dem Holocaust. Der Songtitel bezieht sich auf das Nova-Festival, das die Terroristen im Morgengrauen überfielen. „Wir werden wieder tanzen – und es wird kein Krieg mehr sein“, verspricht Boy George mit seinen Songzeilen.

Aus dem Nova-Festivalgelände, auf dem Hamas-Terroristen 364 Besucher ermordeten, ist eine riesige Gedenkstätte entstanden. Fotos, Schilder und Bäume für jedes Opfer erinnern an die Feiernden

Aus dem Nova-Festivalgelände, auf dem Hamas-Terroristen 364 Besucher ermordeten, ist eine riesige Gedenkstätte entstanden. Fotos, Schilder und Blumen erinnern an die Opfer

Foto: Fredrik von Erichsen/BILD

Boy George singt politisch wie nie

Der Brite wurde in den 1980er-Jahren als schillernder Frontmann der Band Culture Club weltberühmt. Mit Hits wie „Do You Really Want to Hurt Me“ und „Karma Chameleon“ verkaufte die Gruppe Millionen Platten. Der neue Song ist politisch wie nie – Boy George macht klar: Aus seiner Sicht findet in Gaza kein Völkermord statt. Ein umstrittener UN-Bericht hatte Israel genau das vorgeworfen. Der bisherige Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), Karim Khan (56, aktuell vom Dienst suspendiert), hatte dafür jedoch keine ausreichenden Beweise gesehen.

Am frühen Morgen des 7. Oktober 2023 wurden die Festivalbesucher von Raketenbeschuss aus Gaza überrascht, kurz darauf mordeten die Terroristen auf dem Gelände

Am frühen Morgen des 7. Oktober 2023 wurden die Festivalbesucher von Raketenbeschuss aus Gaza überrascht, kurz darauf mordeten die Terroristen auf dem Gelände

Foto: Fredrik von Erichsen/BILD

„Müllmusik von einem Müllmenschen“

Im Netz wird der Song von Boy George jetzt zerrissen. Der britische Musiker Martyn Ware von der Band Heaven 17 („Temptation“) schreibt bei X: „Ich kann ehrlich gesagt nicht glauben, dass mein alter Freund Boy George ein offen völkermordbefürwortendes, anti-palästinensisches Stück musikalischer Propaganda geschaffen hat … George, du solltest dich schämen – ich hoffe, du glaubst, das Geld sei genug gewesen, um deine Seele zu verkaufen … abscheulich.“ Ein anderer User ätzt: „Müllmusik von einem Müllmenschen für einen Müllzweck.“

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In hasserfüllten Kommentaren erinnern User daran, dass Boy George 2009 wegen Freiheitsberaubung zu einer Haftstrafe von 15 Monaten verurteilt wurde. Er hatte einen Callboy in seiner Wohnung gefesselt und geschlagen. Einer schreibt: „Boy George muss wieder in eine Zelle geworfen werden. Den Schlüssel sollte man danach wegschmeißen.“

„Es erfordert viel Mut, Israel zu unterstützen“

Für den Song gibt es aber auch Jubel. Marie von den Benken (37), Model und Autorin, schreibt: „Ich verneige mich vor einem Menschen, der in den 80ern zur Ikone wurde – aber in den 2020ern unsterblich.“ Ein anderer User: „Es erfordert heutzutage viel Mut, Israel und das jüdische Volk zu unterstützen, also danke für deine Unterstützung.“