Padel, übrigens nicht zu verwechseln mit dem Paddel, das man beim Kanufahren braucht, ist derzeit wohl die am stärksten wachsende Sportart in Deutschland. Es spielt sich so ähnlich wie Tennis, ist aber für Anfänger leichter und trotzdem schneller. Auch in Duisburg sind so einige Anlagen in den vergangenen Jahren entstanden. Wir erklären, wo man den Sport ausprobieren kann – und vor allem, was das eigentlich kostet.
Padel ist im Grunde eine Mischung aus Tennis und Squash und das macht wohl auch den Reiz der Sportart aus. Gespielt wird meist im Doppel auf einem kleineren Feld, das von Glaswänden und Gittern umgeben ist. Man kann aber auch auf einem Einzelfeld zu zweit spielen. Anders als beim Tennis sind die Wände Teil des Spiels und können taktisch genutzt werden. Gespielt wird Padel mit einem kleinen Schläger ohne Saiten und Bällen, die Tennisbällen ähneln, aber etwas weicher sind. Die Regeln sind leicht, deshalb bekommen auch Anfänger oft schon nach kurzer Zeit längere Ballwechsel hin.
Der Padel-Boom kommt aus Spanien und von da schwappte die Begeisterung dann auch zu uns über. In dem Land hat sich die Sportart längst vom Nischenspiel zum Breitensport entwickelt, mit Millionen aktiven Spielern und vielen Plätzen. Auch in Deutschland wächst die Zahl der sogenannten Courts seit einigen Jahren. Ein Grund für den Erfolg: Weil meistens vier Menschen auf dem Platz stehen müssen, eignet sich Padel besonders gut als Freizeitaktivität mit Freunden, Kollegen oder auch der Familie. Doch wo kann man in Duisburg spielen? Wir zeigen fünf mögliche Orte. In allen Fällen lohnt es sich übrigens, die Plätze zu reservieren – spontan bekommt man meist keinen Platz.
Wer möglichst viele Plätze zur Auswahl haben möchte, wird bei Tiger Padel im Duisburger Süden fündig. Die Anlage in Huckingen an der Stadtgrenze zu Düsseldorf verfügt über sechs Doppel- und zwei Einzelcourts und zählt damit zu den größten Padel-Standorten der Stadt. Gespielt werden kann montags bis freitags von 10 bis 23 Uhr, am Wochenende und in den Ferien bereits ab 9 Uhr. Die Preise beginnen bei 35 Euro pro Stunde für einen Doppelcourt und 25 Euro für einen Einzelcourt, außerhalb der Hauptzeiten. Schläger und Bälle können gegen Aufpreis ausgeliehen werden. Auch ein gastronomisches Angebot gibt es.
Im Sommer spielt sich Padel besonders unter freiem Himmel toll. Eine reine Außenanlage findet man am Toeppersee. Auf dem Gelände stehen fünf Padel-Courts zur Verfügung, die Lage bietet sich auch aus Moers und Krefeld gut an. Gespielt werden kann täglich von 7 bis 22 Uhr. Neben den Courts gibt es Parkplätze, sanitäre Anlagen sowie die Möglichkeit, Schläger auszuleihen und auch Bälle zu kaufen. Die Preise beginnen bei 24 Euro pro Platz für eine Stunde, abends ist es aber teurer. Regelmäßig werden außerdem Turniere, Community-Events und Trainings für verschiedene Leistungsstufen angeboten.
Der Anbieter Flash Fields betreibt noch einen zweiten Standort (ein dritter war auch vorgesehen, die Pläne scheiterten aber) an der Schauinsland-Reisen-Arena. Direkt am MSV-Stadion stehen fünf Outdoor-Courts zur Verfügung, die täglich von 7 bis 23 Uhr genutzt werden können. Dank des großen Parkplatzes ist die Anlage auch mit dem Auto gut erreichbar. Schläger und Bälle können auch hier ausgeliehen oder gekauft werden, zudem gibt es Snacks und Getränke.
Als nach eigenen Angaben erster Verein in Duisburg hat der Club Raffelberg bereits 2022 auf den großen Padel-Trend gesetzt. Auf der Anlage am Kalkweg in Wedau stehen drei beleuchtete Courts zur Verfügung, die sowohl von Mitgliedern als auch von Gästen gebucht werden können. Gäste zahlen 32 Euro pro Platz und Stunde, für Vereinsmitglieder kostet das Spielen nur 10 Euro. Leihschläger oder Bälle gibt es allerdings nicht – die Ausrüstung muss selber mitgebracht werden. Über den Freizeitsport hinaus hat sich auch ein Ligabetrieb entwickelt. Der Club schickt mehrere Damen- und Herrenmannschaften in Wettbewerbe und bietet ein Training für Einsteiger und Fortgeschrittene an.
In der Padelhalle von Ballkontakt ganz in der Nähe der Sechs-Seen-Platte wird ausschließlich drinnen gespielt. Die Anlage am Sternbuschweg verfügt über vier Hallencourts, darunter einen Einzelcourt, und ist täglich von 9 bis sogar 24 Uhr geöffnet. Gebucht wird online, der Zugang zur Halle erfolgt anschließend über einen PIN-Code. Neben Padel bietet Ballkontakt auch Indoor-Fußball an. Eine 30-minütige Einheit auf dem Doppelcourt kostet 20 Euro, auf dem Einzelcourt 12,50 Euro.