Es sind dramatische Bilder aus dem Südwesten Frankreichs: Seit fast einer Woche lodern dort in sämtlichen Wäldern die Flammen. Präsident Emmanuel Macron nannte die Waldbrände bei einem Besuch in einem Krisenzentrum der Einsatzkräfte in Bordeaux bereits die „heftigsten Waldbrände seit Ende des Zweiten Weltkrieges“. Nur noch 15 Kilometer ist das Feuer von der Großstadt entfernt.
Als Partnerstadt von Bordeaux sieht man nun auch in München Handlungsbedarf. Die CSU-Fraktion stellte bereits einen Dringlichkeitsantrag zur Unterstützung der französischen Metropole, zum Beispiel durch Entsendung von spezialisierten Feuerwehrkräften und Material.
„Sofort handeln und helfen“: München bietet Frankreich Hilfe bei Waldbrandbekämpfung an
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Evelyne Menges betonte in einer Mitteilung: „München und Bordeaux sind seit 62 Jahren Partnerstädte. Uns verbindet also eine lange Freundschaft. Einen verlässlichen Partner erkennt man an seinem Verhalten in der Not.“ Daher sollte München angesichts der Notlage in Frankreich und der Bedrohung Bordeauxs „sofort handeln und helfen“. Jens Luther, Stadtrat und freiwilliger Feuerwehrmann, ergänzt: „Unsere Münchner Feuerwehr verfügt über eine hohe Fachkompetenz, insbesondere auch bei Vegetationsbränden.“
In den sozialen Medien meldete sich Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) zu Wort. „Die Bilder aus Frankreich sind erschütternd“, betont er. „Ich habe dem französischen Generalkonsul deshalb die Hilfe unserer Berufsfeuerwehr angeboten.“ Diese könne auch kurzfristig Kapazitäten für einen Einsatz in Bordeaux zur Verfügung stellen.
Kampf gegen die Flammen in Frankreich: Feuerwehrleute und Tankfahrzeuge aus München?
„In Absprache mit dem Chef der Berufsfeuerwehr, Wolfgang Schäuble, wäre die Entsendung von Feuerwehrleuten und Tankfahrzeugen nach Bordeaux möglich“, berichtet er. Noch ist jedoch nichts sicher. „Generalkonsul Vulic gibt das Angebot an das französische Innenministerium weiter, das die Hilfen koordiniert.“ In den Kommentaren erntet der neue Oberbürgermeister viel Zuspruch.