In Augsburg in der Annastraße, in der City-Galerie und im Allgäu Forum in Kempten: An allen drei Standorten gibt es ein Geschäft der Einzelhandelskette Yeans Halle. In den Läden liegt der Fokus auf einer großen Auswahl an Jeans und anderen Kleidungsstücken renommierter Marken. Doch der Mutterkonzern, die Trender Jeansmode GmbH & Co. Sportswear Großhandels-KG, hat erneut Insolvenz angemeldet. Und das nicht zum ersten Mal.

Yeans Halle in der Insolvenz: Geschäftsbetrieb wird vorerst fortgeführt

Seit der Corona-Pandemie strauchelt das Unternehmen – sowie andere Geschäfte im Einzelhandel und in der Modebranche – immer wieder mit dem Bestehen. 2023 meldete der Yeans-Halle-Mutterkonzern darum erstmals Insolvenz an. Von den ursprünglich 18 Filialen, die es Anfang 2024 noch gab, sind zwei Jahre später noch 13 Geschäfte übrig geblieben. Darunter die drei in Schwaben und zehn in Baden-Württemberg.

Wie zuerst das FashionNetwork berichtete, wird als Sanierungsgeschäftsführer wieder ein Anwalt der Pluta Rechtsanwälte eingesetzt. In einer Pressemitteilung der Kanzlei heißt es: „Der Geschäftsbetrieb wird in sämtlichen 13 Filialen uneingeschränkt fortgeführt. Auch die Löhne und Gehälter der rund 200 Mitarbeiter sind gesichert.“

Einzelhandel weiter in der Krise: Yeans Halle verbucht massive finanzielle Einbußen

Rückblickend auf das Insolvenzverfahren 2023/2024 heißt es in der Mitteilung, dass das erste Insolvenzverfahren der Jeansmode GmbH & Co. Sportswear Großhandels-KG erfolgreich abgeschlossen worden sei. Allerdings hätten das „herausfordernde wirtschaftliche Umfeld im stationären Modehandel, die Konsumzurückhaltung und die gestiegenen Betriebskosten“ das Unternehmen erneut massiv belastet. Finanzielle Belastung habe zudem der Hackerangriff im Jahr 2025 verursacht.

Im Rahmen des Verfahrens seien laut der Pluta-Kanzlei, umfangreiche Sanierungsmaßnahmen sowie eine Neuaufstellung der Geschäftsführung vorgesehen, um „die Voraussetzungen für eine nachhaltige Fortführung des Unternehmens zu schaffen“. Ob das bedeutet, dass möglicherweise Filialen schließen müssen, steht noch nicht fest.