In der fünften Etage eines sechsgeschossigen Wohnhauses ist ein Feuer ausgebrochen. Wie die Feuerwehr mitteilt, meldeten sich am Montag, 27. Juli, gegen 23.30 Uhr mehrere Anrufer dort. Beim Eintreffen der Einsatzfahrzeuge am Römerbrunnen in Mülfort liefen viele Bewohner den Einsatzkräften bereits entgegen.
Die Hinweise zum Brand in der fünften Etage stellten sich als korrekt heraus. Mehrere Trupps der Feuerwehr gingen zur Menschenrettung und im weiteren Verlauf zur Brandbekämpfung ins Gebäude vor. Die Einsatzkräfte brachten mehrere Personen durch das Treppenhaus in Sicherheit. Hierbei kamen Brandfluchthauben zum Einsatz. Die Bewohner aus der Brandwohnung hatten sich bereits selbstständig in Sicherheit gebracht. Den Kräften gelang es, den Brand mit einem Strahlrohr schnell unter Kontrolle zu bringen. Die Belüftungs- sowie Nachlöscharbeiten nahmen jedoch einige Zeit in Anspruch.
Ein leitender Notarzt koordinierte die Sichtung der Bewohner aus den betroffenen Bereichen des Gebäudes. Zwei Personen wurden zur Abklärung in ein Krankenhaus transportiert. 20 weitere Personen konnten nach notärztlicher Begutachtung unverletzt an der Einsatzstelle verbleiben. Zum Aufenthalt für die unverletzten Betroffenen stellte die NEW einen Bus zur Verfügung.
Ein Teil des Gebäudes ist durch die Wirkungen von Brand und Rauch aktuell nicht bewohnbar. Die Bewohner aus diesen Bereichen konnten größtenteils bei Freunden und Verwandten unterkommen. Für eine Person wurde ein Platz in einer städtischen Notunterkunft bereitgestellt. Alle weiteren Bewohner konnten nach dem Ende der Einsatzmaßnahmen in ihre Wohnungen zurückkehren. Gegen Mitternacht teilte die Polizei mit, dass wegen des Feuerwehreinsatzes ein Teil der Giesenkirchener Straße gesperrt worden sei. Bürger wurden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Etwa drei Stunden später folgte die Meldung, dass die Sperrung aufgehoben wurde.
Ermittlungen zur Brandursache
Die Polizei hat am Dienstag zur Brandursache ermittelt. Einer Sprecherin zufolge könne diese allerdings nicht mit Sicherheit festgestellt werden, weil das Wohnzimmer der betroffenen Wohnung komplett ausgebrannt sei. „Es gibt keine Hinweise auf Vorsätzlichkeit.“ Der Feuerwehr zufolge war die gesamte Wohnung vom Brand betroffen. Zwischenzeitlich ging bei der Leitstelle die Meldung ein, es gebe auch einen Brand in einem benachbarten Gebäude. Deshalb erhöhte die Feuerwehr die Anzahl der Einsatzkräfte vor Ort. Der Brand in dem weiteren Gebäude bestätigte sich jedoch nicht.
Info Im Einsatz waren die Löschzüge der Feuer- und Rettungswachen I (Neuwerk), II (Holt) und III (Rheydt), mehrere Sonderfahrzeuge aus dem Technik- und Logistikzentrum (Holt), die Einheiten Giesenkirchen, Rheydt und Odenkirchen sowie die IuK-Einheit der Freiwilligen Feuerwehr, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge, sieben Rettungswagen, der leitende Notarzt, der Koordinator der Hilfsorganisationen sowie der Führungsdienst der Feuerwehr. Die Einsatzkräfte wurden vor Ort durch das DRK mit Getränken versorgt. Die Einheiten Rheindahlen, Neuwerk und Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr stellten für die Dauer des Einsatzes den Grundschutz im Stadtgebiet sicher.