Unterstützung

Stand: 28.07.2026 22:00 Uhr

Im Kampf gegen die großen Waldbrände in Frankreich kommt nun auch Hilfe aus dem Harz. Das Löschflugzeug „Hexe 1“ wird in die Region Bordeaux verlegt. Es wird zusammen mit einem weiteren Flugzeug aus Polen am Mittwochmorgen in die Brandregion aufbrechen.

von MDR SACHSEN-ANHALT

Ein Löschflugzeug aus dem Harz soll helfen, die verheerenden Waldbrände rund um die französische Millionenmetropole Bordeaux einzudämmen. Wie der Chef des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt, Kai-Uwe Lohse, dem MDR sagte, wurde der Einsatz des Löschflugzeugs vom Bundeskanzleramt vermittelt.

„Hexe1“ wird nicht allein im Löscheinsatz sein; ein zweites Flugzeug aus Polen wird auch nach Frankreich fliegen. Diese Maschine ist nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT kurz nach 20 Uhr am Dienstagabend in Ballenstedt gelandet. Beide Flieger wollen Mittwochfrüh gegen 6.30 Uhr starten.

„Hexe 1“ kommt bei Bordeaux zum Einsatz

Die Propellermaschine „Hexe 1“ kann pro Flug bis zu 2.300 Liter Wasser abwerfen – als Linie oder Wasserbombe. Lohse sagte weiter, ihn habe die Anfrage nicht überrascht. Es gehe darum, die französische Großstadt Bordeaux zu schützen. Da würden jetzt alle Mittel in der EU zusammengezogen.

Das gelbe Löschflugzeug

Seit dem Großbrand am Brocken 2022 hat der Landkreis Harz als einzige Kommune in Deutschland ein eigenes Löschflugzeug, um Waldbrände auch aus der Luft löschen zu können. Es wird seither von April bis Ende September vom polnischen Unternehmen MZL gemietet.

Weiteres Flugzeug aus Polen für den Harz

Damit auch der Harz weiterhin für Waldbrände gewappnet ist, wird laut Landesfeuerwehrverband noch ein zweites Löschflugzeug aus Polen in den Harz verlegt. Die Propellermaschine soll am Mittwochvormittag in Ballenstedt ankommen.

Zwei Menschen klettern auf ein kleines, gelbes Flugzeug, das im Freien steht

Dieses Löschflugzeug wird aus Polen in den Harz verlegt.

18 Flugzeuge im Einsatz

Nach Angaben der französischen Behörden sind 2.750 Feuerwehrleute und 18 Flugzeuge im Einsatz. Hinzu kommen 1.500 Militärangehörige und 1.440 Einsatzkräfte anderer Behörden. Insgesamt haben die Feuer nahe Bordeaux demnach 42.000 Hektar Land zerstört; 220.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

MDR (MDR AKTUELL, Mario Köhne; Michel Holzberger; Norma Düsekow)