An der Tür von einem Streifenwagen steht der Schriftzug „Polizei“. (Symbolbild)


Nach Böllerwürfen auf das Wohnhaus einer Politikerin ermittelt der Staatsschutz. (Symbolbild) © David Inderlied/dpa

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Update, 14.23 Uhr: Nach Angaben der Polizei hat sich nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft der Anfangsverdacht des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion ergeben. Ermittler sicherten am Tatort Überreste pyrotechnischer Gegenstände. Um welche Art von Pyrotechnik es sich handelt und woher sie stammt, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Nach wie vor geht die Polizei davon aus, dass drei mutmaßlich junge, maskierte Personen die Tat begangen haben. Sie sollen den Tatort mit E-Scootern verlassen haben. Die Fahndung sowie weitere Zeugenbefragungen dauern an.

Ob für die betroffene Landtagsabgeordnete und ihre Familie eine besondere Gefährdung besteht, wird nach Angaben der Polizei fortlaufend bewertet. Zeugen werden weiterhin gebeten, sich unter den Rufnummern 0209 3658501 oder 0209 3658240 bei der Polizei zu melden.

Das war unsere Ursprungsmeldung: Nach Böllerwürfen auf das Wohnhaus der AfD-Landtagsabgeordneten Enxhi Seli-Zacharias in Gelsenkirchen-Buer hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Der Vorfall in der Hertener Nachbarstadt ereignete sich nach Angaben der Polizei am frühen Dienstagmorgen (28. Juli).

Die 32-jährige Abgeordnete hatte demnach um 4.58 Uhr selbst den Notruf gewählt, nachdem sie Knallgeräusche vor ihrem Haus wahrgenommen hatte. Einsatzkräfte rückten daraufhin zu der Wohnanschrift aus.

Nach ersten Zeugenangaben sollen drei mutmaßlich junge Personen mit E-Scootern gezielt Böller in Richtung des vor dem Haus abgestellten Fahrzeugs der Politikerin geworfen haben. Anschließend flüchteten sie in unbekannte Richtung.

Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Ob durch die Explosionen Sachschaden entstanden ist, war zunächst noch unklar. Die Hintergründe der Tat sind ebenfalls Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Wegen des möglichen politischen Bezugs hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu den Tatverdächtigen geben können, sich unter den Rufnummern 0209/3658501 oder 0209/3658240 zu melden.