Die Pläne zum Neubau des ehemaligen Postgiroareals in Karlsruhe wurden auf Wunsch des Planungsausschusses zwischenzeitlich gemäß den Empfehlungen der Wettbewerbsjury überarbeitet beziehungsweise verifiziert. Über diese überarbeitete Planung hat der Gemeinderat in der Sitzung vom Dienstag, 28. Juli entschieden.

Susanne Heynen (die Grünen) äußert weiter Bedenken darin, dass Boarding Häuser tatsächlich Wohnraum ersetzte und dadurch mehr Wohnraum geschaffen wird sowie, dass mehr Begrünung weiter geprüft werde. Gemeinderätin Petra Lorenz (FDP/FW) ergänzt: „Wir gehen hier heute keine Liebesheirat ein, sondern eine Zweckehe, denn wir alle hätten uns mehr Wohnen gewünscht.“ Der Gemeinderat stimmt mehrheitlich für die neuen Pläne, lediglich die Linke spricht sich dagegen aus.

Postgiroareal am 4. November 2025. (Archivbild)

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Postgiroareal am 4. November 2025. (Archivbild)
Foto: Thomas Riedel

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Postgiroareal am 4. November 2025. (Archivbild)
Foto: Thomas Riedel

Als Nächstes werde die Stadt nun das Bebauungsplanverfahren starten sowie einen städtebaulichen Vertrag mit weiterführenden Zielvereinbarungen mit der Vorhabenträgerin aufsetzen.

Die wichtigsten Änderungen in der Übersicht

Neue Pflanzungen:

  • An der Gartenanlage beim Markgräflichen Palais sowie im nördlichen, nicht unterbauten Bereich (beim Spielplatz).
  • Geplant ist eine große Pflanzgrube für bessere Grünwirkung und besseres Kleinklima.
  • Wo keine Pflanzgruben möglich sind: Begrünung über Hochbeete.
  • Es wird geprüft, ob Fassaden in Innenhöfen begrünt werden können.
  • Die Fassaden sind noch nicht fertig geplant und werden später genauer ausgearbeitet.

Postgiroareal am 4. November 2025. (Archivbild)

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Postgiroareal am 4. November 2025. (Archivbild)
Foto: Thomas Riedel

Mehr Wohnraum

  • Wohnen: eher in ruhigen, geschützten Bereichen. Die Planung könne später noch weiter angepasst werden, auch mit der Möglichkeit für mehr Wohnen.
  • Anteil „echtes Wohnen“: Vorgabe liegt bei mindestens 30 Prozent. Die frühere Zahl 22 Prozent wurde korrigiert (Untergeschosse waren fälschlich mitgerechnet). Richtig gerechnet (nur oberirdisch): rund 34 Prozent „echtes Wohnen“.
  • Zusätzlich wurden drei Etagen von Freizeit zu Wohnen geändert.
  • Das oberste Geschoss bleibt als Freizeitnutzung geplant und soll öffentlich zugänglich sein.

Neues Hotel und Fokus im Einzelhandel auf Nahversorgung

  • Laut Investor steht Nahversorgung im Fokus (z. B. Lebensmittel, täglicher Bedarf).
  • Es soll kein Shoppingcenter werden.
  • Ziel: keine Konkurrenz zum innerstädtischen, zentrenrelevanten Einzelhandel.
  • Geplant sind: ein gehobenes Hotel im Hochpunkt, „S-Living“ und „Serviced Apartments“. Die Bedenken der Dehoga sieht der Investor nicht.
  • S-Living richtet sich z. B. an: Studierende, Senioren, Auszubildende, Mitarbeitende
  • Serviced Apartments sind z. B. für: Fachkräfte, Pendler, Projektmitarbeitende