Sie nannte sich „Jule“. Eine 13-jährige Christin, so die Legende, offenbar auf der Suche nach Kontakten zu anderen Gläubigen. Der Mann aus Augsburg, der im Mai 2024 mit „Jule“ auf einer christlichen Internetplattform schrieb, glaubte fest daran, sich mit einem Teenager-Mädchen auszutauschen. Irgendwann wurden die Inhalte sexuell explizit, die beiden verabredeten ein Treffen; der Mann formulierte vorab deutlich, wie sehr er sich darauf freue, mit der 13-Jährigen intim zu werden, und auf welche Art er dies zu tun gedenke. Im Prozess am Amtsgericht gegen den 55-Jährigen ging es nun unter anderem um dieses Vorhaben des Mannes – und um die außergewöhnliche Geschichte dahinter.