
AUDIO: Nach dem Großbrand in Meiningen: Das ist die Situation vor Ort (2 Min)
Dampflokwerk
Stand: 29.07.2026 15:36 Uhr
Nach dem Großbrand in Meiningen sind mehrere Hallen des früheren Reichsbahnausbesserungswerks weitgehend eingestürzt. Mehr als 180 Männer und Frauen von Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz waren im Einsatz.
Nach dem Großbrand neben dem Gelände des Dampflokwerks in Meiningen sind die betroffenen Hallen größtenteils eingestürzt. Der Brand war am Dienstagnachmittag in einer alten Industriehalle auf dem Gelände des früheren Reichsbahnausbesserungswerks (RAW) ausgebrochen. Das nahe gelegene Dampflokwerk und das Museum Dampflok-Erlebniswelt waren von dem Feuer nicht betroffen.
Die Löscharbeiten gestalteten sich wegen des stark zugewucherten Geländes schwierig. Erst nach mehreren Stunden gelang es der Feuerwehr, den Brand auf den Hauptkomplex zu begrenzen.
Video:
Hallenbrand im Dampflokwerk Meiningen (1 Min)
Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz im Einsatz
In der Nacht waren mehr als 180 Männer und Frauen von Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz im Einsatz. Am Mittwochnachmittag waren die letzten Glutnester beseitigt. Die Brandursache ist weiterhin unklar.

Am Dienstagnachmittag stand eine riesige Rauchwolke über dem Gelände.
Die Beschäftigten der Bahn dürfen das Gelände inzwischen wieder betreten. Wie die Polizei mitteilte, können Brandermittler die Brandstelle voraussichtlich erst am Samstag untersuchen.
Nachlöscharbeiten sollen noch bis zum Mittag andauern
Wegen der starken Rauchentwicklung waren die Menschen in Meiningen zeitweise aufgefordert worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klima- und Lüftungsanlagen abzuschalten. Auch für das nahegelegene Suhl wurde eine Gefahreninformation herausgegeben, weil dort Rauchgeruch und die weithin sichtbare Rauchsäule wahrgenommen wurden.
Die Nachlöscharbeiten sollen noch bis mindestens Mittwochmittag andauern. Während des Einsatzes musste ein Feuerwehrmann wegen Kreislaufproblemen infolge der Hitze behandelt werden. Weitere Verletzte wurden bislang nicht bekannt.
MDR (kw/sar/jn),dpa | Der Artikel wurde erstmals am 28. Juli 2026 veröffentlicht.
