Live-Ticker zum Ukraine-Krieg: Frankreich weist Kreml-Propagandistin aus
Gilt als Putins Sprachrohr in Frankreich: die Journalistin Xenia Fedorova (45)
Foto: XAVIER GALIANA/AFP
29.07.2026 – 19:53 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Kiew/Moskau – Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland einen brutalen Angriffskrieg gegen die ganze Ukraine. Tag für Tag überzieht Moskau das Land mit Raketen- und Drohnenangriffen. Jede Nacht beschießt die russische Armee dabei auch Wohnhäuser, Krankenhäuser und zivile Busse.
Alle aktuellen Entwicklungen zum Ukraine-Krieg lesen Sie im Live-Ticker:
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29.07.2026 – 21:41 Uhr
Selenskyj warnt vor drohendem Luftangriff
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor einem drohenden „massiven“ russischen Luftangriff in der Nacht auf Donnerstag gewarnt. „Die Russen haben vor einigen Tagen einen massiven Angriff vorbereitet, und es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Angriff heute Nacht ausgeführt wird“, schrieb Selenskyj am Mittwochabend im Kurzbotschaftendienst X. Er rief die Bevölkerung im ganzen Land auf, auf einen möglichen Luftalarm zu achten.
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29.07.2026 – 19:43 Uhr
Selenskyj in Polen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) ist nach Lublin gereist, um die zuletzt belasteten Beziehungen zu Polen zu verbessern. Er traf sich dort mit Ministerpräsident Donald Tusk (69).
Die Reise ist Selenskyjs erster Polen-Besuch seit dem diplomatischen Streit um eine ukrainische Militäreinheit mit Bezug zur umstrittenen UPA. Polens Präsident Karol Nawrocki (43) hatte Selenskyj deshalb im Juni einen zuvor verliehenen Orden aberkannt. „The Kyiv Independent“ berichtet zudem von einer spürbaren Verschlechterung des Klimas für Ukrainer in Polen. Laut der Zeitung registrierte die polnische Polizei im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 180 Hassdelikte gegen Ukrainer – eine Steigerung um mehr als 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zugleich zeigten Umfragen, dass inzwischen eine Mehrheit der Polen die Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge nicht mehr unterstützt.

Foto: Wojtek Jargilo/PAP/dpa
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29.07.2026 – 19:14 Uhr
Türkei schickt Kampfjets ins Baltikum
Die Türkei verstärkt ab August die Nato-Luftraumüberwachung im Baltikum. Nach Medienberichten entsendet Ankara fünf F‑16-Kampfjets sowie 76 Soldaten nach Estland. Die Maschinen sollen bis November rund um die Uhr einsatzbereit sein.
Hintergrund sind wachsende Sicherheitsbedenken an der NATO-Ostflanke. Zuletzt waren russische Drohnen in den rumänischen Luftraum eingedrungen. Die türkischen Jets sollen auf Luftraumverletzungen und unbekannte Flugobjekte über Estland, Lettland und Litauen reagieren.

Foto: Andreea Alexandru/AP/dpa
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29.07.2026 – 19:07 Uhr
Studie sieht Putin-Herrschaft gefestigt
Trotz Sanktionen, hoher Verluste und ukrainischer Angriffe auf russische Infrastruktur sieht ein neues Dossier des New Eurasian Strategic Center (NEST) das System von Kremlchef Wladimir Putin (73) nicht unmittelbar vor dem Kollaps. Wie die „Welt“ berichtet, attestieren die Autoren Russland eine „beachtliche Resilienz“ – sowohl wirtschaftlich als auch politisch.
Als derzeit wahrscheinlichstes Risiko nennen die Experten nicht Sanktionen oder Unruhen, sondern einen plötzlichen Tod oder eine schwere Krankheit Putins in der laufenden Umbauphase seines Machtapparats. Ein Kriegsende könnte zudem die russische Wirtschaft belasten, weil sinkende Militärausgaben und wegfallende Soldzahlungen den Binnenkonsum treffen würden.

Foto: Alexander Kazakov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
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29.07.2026 – 18:38 Uhr
Meiste Spenden fließen in die Ukraine
Die Ukraine ist 2025 das wichtigste Einsatzgebiet des Bündnisses „Aktion Deutschland Hilft“ geblieben. Wie aus dem Jahresbericht hervorgeht, flossen 14,8 Millionen Euro und damit mehr als für jedes andere Hilfsprojekt in die Ukraine-Nothilfe.
Insgesamt nahm das Bündnis nach eigenen Angaben rund 83,2 Millionen Euro an Spenden ein – ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit den Mitteln wurden nach Angaben der Organisation mehr als 72 Millionen Menschen in 93 Ländern unterstützt.
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29.07.2026 – 18:34 Uhr
Söder reist nach Moldau
Auf dem Rückweg seiner Südosteuropareise legt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (59, CSU) am Freitag erstmals einen Zwischenstopp in der Republik Moldau ein. Das Land zwischen Rumänien und der Ukraine habe durch den russischen Angriffskrieg an Bedeutung gewonnen und sei ein „Schlüsselstaat für die europäische Ostgrenze“, sagte Söder.
In Chișinău will sich der CSU-Chef nach eigenen Angaben für einen EU-Beitritt Moldaus einsetzen. Zuvor besucht Söder Ungarn und Griechenland, wo Gespräche mit den Regierungschefs Petr Magyar (45) und Kyriakos Mitsotakis (58) geplant sind.

Foto: Michael Kappeler/dpa
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29.07.2026 – 16:37 Uhr
Urteil in Moskau: Journalistin muss zwölf Jahre ins Straflager
Eine Moskauer Richterin hat die russische Journalistin Darja Schipatschewa (40) wegen Hochverrats zu zwölf Jahren Haft in einer Strafkolonie verurteilt. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur „Interfax“. Demnach soll es bei der Anklage um einen mutmaßlichen Geldtransfer in die Ukraine gegangen sein. Offiziell wurden keine Details bekannt, der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Laut Interfax bekannte sich Schipatschewa schuldig und erhielt die Mindeststrafe für das Vergehen. Das unabhängige Portal „Mediazona“ veröffentlichte ein Video aus dem Gerichtssaal, auf dem die Journalistin bei der Urteilsverkündung sichtlich geschockt wirkt. Schipatschewa arbeitete als Wissenschafts- und Medizinjournalistin für mehrere bekannte russische Medien.
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29.07.2026 – 15:53 Uhr
Oppositionspartei „Jabloko“ zur russischen Parlamentswahl zugelassen
Die zentrale Wahlleitung Russlands hat laut der Nachrichtenagentur dpa die liberale Partei, die sich offen gegen den Ukraine-Krieg ausspricht, für die Duma-Wahl im September registriert. Parteichef Nikolai Rybakow (47) sprach von einem „wichtigen Moment für Russland“. Beobachter sehen die Zulassung als mögliches Ventil für Unzufriedene angesichts sinkender Umfragewerte der Kremlpartei Geeintes Russland.
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29.07.2026 – 14:33 Uhr
Frankreich weist russische Propaganda-Journalistin aus
Frankreich weist die umstrittene russische Journalistin Xenia Fedorova (45) wegen Vorwürfen der Kreml-Propaganda aus. Das bestätigte das Pariser Innenministerium laut Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Die frühere Chefin des „Russia Today“-Büros in Paris gilt seit Jahren als Sprachrohr von Kreml-Chef Wladimir Putin (73) in Frankreich.
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29.07.2026 – 13:57 Uhr
Iran droht nach Ukraine-Angriffen – russischer Experte bringt 100.000 Soldaten ins Spiel
Nach ukrainischen Angriffen auf Ziele im Kaspischen Meer verschärft sich der Ton aus Teheran und Moskau. Der russische Militärexperte Stanislaw Krapiwnik hält laut dem ungarischen Nachrichten-Portal „Portfolio“ sogar den Einsatz von bis zu 100.000 iranischen Soldaten an Russlands Seite für möglich. Konkrete Hinweise auf entsprechende Pläne gibt es allerdings nicht. Zuvor hatte Iran der Ukraine nach einem tödlichen Angriff auf ein iranisches Handelsschiff mit Konsequenzen gedroht. Hintergrund sind ukrainische Schläge gegen mutmaßliche russisch-iranische Nachschublinien im Kaspischen Meer.
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