„Ich finde es sehr interessant, dass die Geschichte, die ich in meiner Schulzeit kennengelernt haben, nun als Musical aufgeführt wird. In dieser Form erreicht sie vor allem auch junge Menschen, die heute oft viel zu wenig von dem wissen, was damals passiert ist“, sagt Moderatorin Birgit Lechtermann. Das sieht auch Comedian Bernd Stelter so: „Ich war selbst als Schüler in Unna auf dem Geschwister-Scholl-Gymnasium und bin so mit dieser Geschichte über Mut und Haltung aufgewachsen. Das Ganze nun als Musical zu erzählen, finde ich, ist eine großartige Idee.“
Zu den Premierengästen zählt auch der frühere Höhner-Schlagzeuger Janus Fröhlich: „Ich kenne diese Geschichte sehr gut. Es ist ein Thema, das uns bei Arsch huh seit 1992 intensiv beschäftigt und das mein ganzes Leben begleitet hat. Ich selbst war auf der Edith-Stein-Realschule in Köln Lehrer – die Namensgeberin war eine Frau, die mit ihren jüdischen Wurzeln zum Opfer des Nationalsozialismus wurde. Ich selbst mag Musicals wie Cabaret oder Jesus Christ Superstar, die auch in die Tiefe gehen.“
Mut und sind
heute wichtiger denn je
„Ich war überrascht, dass sich ein Musical mit so einer Geschichte beschäftigt. Es erzählt diese ganz zeitlos aus der Sicht der jungen Widerstandskämpfer. Viele Musicals gehen nicht so in die Tiefe wie ‚Die Weiße Rose‘. Ich hoffe, dass so auch die junge Generation von heute auf die Schrecken der NS-Zeit aufmerksam wird. Es gibt ja immer weniger Leute, die diese noch selbst erlebt haben und die jungen Menschen davon erzählen können“, sagt Schauspieler Joris Gratwohl.
„Wie man so etwas macht, hat bereits 2001 Mel Brooks mit ‚The Producers‘ am Broadway gezeigt, das auf seinem Film ‚Frühling für Hitler‘ aus den 60er Jahren beruht und das in New York höchst erfolgreich war. Dass dies auch hier in Deutschland funktionieren kann, zeigen jetzt Vera Bolten und Alex Melcher mit ihrem Stück ‚Die Weiße Rose‘. Das ist eine gute Chance, die jungen Leute mit diesem Thema in Berührung zu bringen, das gerade hierzulande so extrem wichtig ist“, erklärt Komikerin und Schauspielerin Cordula Stratmann.
„Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte im Musical erzählt wird. Ein Stück mit einer Botschaft über Courage und den Mut, für die Wahrheit einzutreten, passt in unsere Zeit, in der Parteien am rechten Rand wieder erstarken. Es braucht auch heute wieder mutige Menschen, die aufstehen und Haltung zeigen. Mit der Musik und den Texten kann man diese Botschaft gut transportieren“, sagt Domdechant Monsignore Robert Kleine.
„Das Sommerfestival ist für uns als Philharmonie eine wunderbare Sache, die jetzt mit einem ganz besonderen Stück startet. Es verbindet die heitere Welt des Musicals mit einer ernsten und tiefgründigen Geschichte, die heute sehr wichtig ist für uns als Menschen”, sagt die Intendantin der Philharmonie, Ewa Bogusz-Moore bei ihrem ersten Sommerfestival.
Service: „Die Weiße Rose“ ist noch bis zum Sonntag, 2. August, in der Kölner Philharmonie zu sehen. Vorstellungen gibt es Do-Sa um 20 Uhr, Sa 15 Uhr und So 14 Uhr. Die Karten kosten ab 39,99 Euro. Erhältlich sind diese unter: