Blaulicht eines Polizeiautos in Niedersachsen.

Stand: 29.07.2026 09:47 Uhr

Ein Jugendlicher ist mit erheblichen Verletzungen am Hauptbahnhof in Göttingen gefunden worden. Die Hintergründe sind unklar: Der 17-Jährige liegt auf der Intensivstation und gilt aktuell als nicht vernehmungsfähig.

Eine Frau habe den 17-Jährigen am Sonntagmorgen auf einer Bank am Bahnsteig von Gleis 4 gefunden, teilte eine Polizeisprecherin am Dienstag mit. Der Jugendliche hatte demnach unter anderem massive Schwellungen im Gesicht, seine Oberbekleidung war teils blutverschmiert. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus. Dort verschlechterte sich sein Zustand derart, dass er auf die Intensivstation verlegt wurde.

Polizei geht von Angriff mit Faust oder Gegenstand aus

Woher die Verletzungen stammen, ist unklar. Die Polizei schließt nach ersten Ermittlungen einen Sturz aus. Stattdessen gehen die Beamten davon aus, dass der 17-Jährige mit der Faust oder einem unbekannten Gegenstand geschlagen wurde. Eine erste Befragung des Opfers habe aufgrund seines Zustandes keine Erkenntnisse gebracht, so die Sprecherin.

Tatort war außerhalb des Bahnhofs

Die Ermittler gehen davon aus, dass der mutmaßliche Angriff am frühen Sonntagmorgen zwischen 3 Uhr und 7.30 Uhr erfolgte. Der eigentliche Tatort ist dagegen unbekannt: Nach Erkenntnissen der Polizei war der Jugendliche außerhalb des Bahnhofsgeländes angegriffen worden. Anschließend sei er durch den Eingang an der Ostseite zum Bahnsteig gelangt, so die Sprecherin. Die Polizei sucht nun Zeugen für den Vorfall. Wer in der Nacht zu Sonntag beziehungsweise in den frühen Morgenstunden in Göttingen eine körperliche Auseinandersetzung beobachtet hat, solle sich unter der Telefonnummer (0551) 49 12 115 bei der Polizei melden.