Schwerer Verlust
Ukraine verliert wertvollen F-16-Kampfjet im Einsatz
Aktualisiert am 30.07.2026 – 00:31 UhrLesedauer: 3 Min.
Eine ukrainische F-16 im Flug. Ein Pilot konnte sich bei einem Absturz retten.(Archivbild) (Quelle: Efrem Lukatsky/AP/dpa/dpa-bilder)
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Ein F-16-Kampfjet der ukrainischen Luftwaffe ist abgestürzt. Er war an der Ostfront im Einsatz.
Die Ukraine hat einen der für sie wertvollen westlichen Kampfjets vom Typ F-16 verloren. Die Maschine sei an der Front unterwegs gewesen, um russische Luftangriffe abzufangen, hieß es aus dem Verteidigungsministerium in Kiew. „Vorläufigen Informationen nach gab es eine Notfallsituation an Bord, der Pilot musste sich per Schleudersitz retten“, hieß es in der Mitteilung. Der Pilot ist demnach wohlauf, am Boden gab es keine Schäden oder Opfer.
Unklar ist bisher, ob die Maschine in einen Luftkampf mit russischen Jets verwickelt war oder versuchte, heranfliegende Raketen oder Drohnen abzuwehren. Die Ermittlungen zur Ursache wurden aufgenommen, berichtet der ukrainische „Kyiv Independent“.
Vor einer Woche hatten amerikanische Militärs die ukrainische Luftwaffe gelobt, weil sie Anfang Juli offenbar erstmals mit einer F-16 einen russischen Su-35-Kampfjet im Luftkampf abgeschossen hat. „Vor kurzem gab es den ersten Luft-Luft-Abschuss, bei dem eine ukrainische F-16 ein russisches Kampfflugzeug abgeschossen hat. Ich denke daher, dass sich ihre Fähigkeit, ihre mehrschichtige Verteidigung auszubauen, in den letzten Jahren erheblich verbessert hat“, sagte General Dan Caine, Vorsitzender des Vereinigten Generalstabs der USA.
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Mehrere Maschinen bereits verloren
Die Ukraine hat nach langem Werben bei westlichen Partnern 2024 die ersten Kampfjets des Typs F-16 erhalten. Die Flugzeuge, die gebraucht etwa elf Millionen Euro kosten, werden vor allem bei der Abwehr russischer Drohnen- und Raketenangriffe eingesetzt. Mehrere Maschinen sind bei den riskanten Einsätzen bereits abgestürzt, die erste kurz nach Beginn der Lieferungen.
Der Verlust jeder einzelnen F-16 wiegt für Kiew schwer, da sie sie nicht selbst produzieren kann und bis heute noch nicht alle der rund 80 versprochenen Maschinen in der Ukraine eingetroffen sind. Bislang haben die Niederlande und Dänemark F-16 der Ukraine geliefert. Belgien hatte angekündigt, bis zu 30 Maschinen liefern zu wollen.
Außerdem sollen laut einem Bericht des niederländischen Senders NOS nur wenige F-16-Kampfjets einsatzbereit sein. Jack Watling, Verteidigungsexperte beim britischen Thinktank Royal United Services Institute (RUSI), erklärte in einem Interview mit NOS, die Flotte stehe noch immer vor grundlegenden Integrationsproblemen. Diese Probleme hätten sogar zu „tragischen Vorfällen von Beschuss durch eigene Truppen“ beigetragen. Er fügte hinzu, dass die ukrainischen Streitkräfte nicht in der Lage seien, die Offensivfähigkeiten der Flugzeuge voll auszuschöpfen.

