Bundestrainer fiel zunächst durch
„Riesige Probleme“: Klopp erinnert sich an Uni-Zeit in Frankfurt
29.07.2026 – 18:24 UhrLesedauer: 3 Min.
Jürgen Klopp auf einer Pressekonferenz (Archivbild): Im Studium war er einigen Dozenten als „besonders engagiert“ aufgefallen. Ein Professor hingegen ließ ihn durchfallen. (Quelle: IMAGO/motivio/imago)
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Bevor Jürgen Klopp zu einem weltweit erfolgreichen Trainer, studierte er an der Goethe-Universität. Der neue Nationalcoach blickt mit gemischten Gefühlen zurück.
Bundestrainer ist Jürgen Klopp erst seit wenigen Tagen. Nun kehrt der 59-Jährige mit seinem neuen Job beim DFB in Frankfurt beruflich zurück in die Stadt, die ihn schon früh geprägt hat. In den 1990er-Jahren studierte er an der Goethe-Universität Sportwissenschaften. Dort fand er einige seiner bis heute engsten Freunde, stieß im Studium aber auch an Grenzen.
Klopp lernte seine heutigen besten Freunde in Frankfurt kennen
An seine Zeit an der Goethe-Universität denkt Klopp noch heute gerne zurück. Es sei eine „sehr schöne“ und zugleich prägende Phase seines Lebens gewesen, sagte er in einem früheren Interview mit seiner Hochschule.
Damals habe er noch nicht genau gewusst, wohin sein beruflicher Weg führen würde. Mit Blick auf seine spätere Trainerkarriere scherzte Klopp: „Ohne Durchblick doch Weitblick bewiesen.“
Bundestrainer fiel an der Uni zunächst durch
Seine Erinnerungen an das Studium bestehen allerdings nicht nur aus Vorlesungen und Prüfungen. Besonders im Gedächtnis blieb Klopp die „zuckersüße Cafeteria“, in der er nach eigener Darstellung fast mehr Zeit verbrachte als in den übrigen Räumen der Universität.
Ausgerechnet in den Sportstätten geriet der Fußballer nach eigener Aussage damals an seine Grenzen: „Ich hatte riesige Probleme im Schwimmen und musste in die Nachprüfung“, erinnert sich Klopp. Sein Dozent sei ausgesprochen streng gewesen: „Da bin ich dann durchgerasselt und musste es noch mal machen.“
Auch das Turnen fiel ihm nicht leicht. Der Reck sei nicht seine Disziplin gewesen, weshalb er deutlich länger habe üben müssen als andere Studenten. Geräteturnen ließ er nach eigener Aussage schließlich ganz weg. Auch mit dem Stabhochsprung fremdelte Klopp: „Das kann ein großer Mensch wie ich einfach nicht so gut.“ Die theoretischen Inhalte bereiteten ihm dagegen weniger Schwierigkeiten.
Zugleich erinnert er sich an ausgesprochen entspannte Momente: An Sommertagen hätte er mit acht oder neun anderen Studenten gemeinsam auf einer Weichbodenmatte an der Hochsprunganlage gelegen. Eigentlich hätten sie lernen wollen – stattdessen seien sie eingeschlafen.
Klopps Professor erinnert sich an engagierten Studenten
Der heutige Bundestrainer legte 1995 sein Diplom in Sportwissenschaften ab. Parallel zum Studium spielte er für den damaligen Zweitligisten FSV Mainz 05 und übernahm bereits Aufgaben, die in Richtung Trainerarbeit gingen. Deshalb habe er klarere berufliche Vorstellungen als viele seiner Kommilitonen gehabt, erinnerte sich sein früherer Dozent Dietmar Schmidtbleicher.


