Im Bereich Prävention sei das Land gut aufgestellt, sagt der Brandenburger Sozialminister René Wilke (SPD). “ Es gibt Beratungsangebote für das elterliche Umfeld, für Menschen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, für Lehrkräfte, um auch dort zu gucken: Gibt es Auffälligkeiten, woran erkennt man das, was kann man tun, an wen kann man sich wenden?“ Außerdem gebe es Ausstiegsberatungen bei der Fachstelle Isam und den Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA Brandenburg).

Beim Ausstieg helfe auch das Programm „Wagemut“ des Verfassungsschutzes Brandenburg, sagt Behördenchef Wilfried Peters. Dieses richte sich zwar in erster Linie an Rechtsextremisten, stünde aber auch Menschen zur Verfügung, die sich vom Islamismus distanzieren wollen. Voraussetzung für einen Ausstieg sei allerdings, dass Menschen mit diesen Angeboten in Berührung kommen, betont Sozialminister Wilke. „Das heißt, das Umfeld muss sensibel sein und mithelfen.“