Während Ökonomen vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs eine Zinssenkung praktisch ausgeschlossen hatten, wäre – wenn auch unwahrscheinlich – höchstens eine Zinsanhebung denkbar gewesen. Damit verbunden ist die Hoffnung, die Teuerungsrate in den Griff zu bekommen. Im Juni lag diese bei 3,5 Prozent und damit immer noch deutlich über dem von der Fed angestrebten Ziel von 2 Prozent. Zugleich war zuletzt die Beschäftigungsentwicklung deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Der neue Fed-Chef hatte sich zuvor angesichts der vergleichsweisen hohen Teuerungsrate kämpferisch gezeigt. „Die Mitglieder unseres Ausschusses tolerieren keine anhaltend hohe Inflation“, sagte er Mitte Juli. Warsh gilt als „Inflation Hawk“ und tendiert eher zu einer restriktiveren Geldpolitik, um die Inflation zu bekämpfen. Warsh hatte zudem eine Sondereinheit angekündigt, die den „Ursachen“ der Inflation nachgehen soll.

Amerikas Truppen werden zum Risiko

Irans Angriffe auf US-Stützpunkte belasten Trumps Beziehungen im Nahen Osten. Nun werden Stimmen laut, die den Rückzug der Amerikaner fordern. Mehr dazu lesen Sie hier.

Trump: „Sie werden ordentlich Prügel kriegen“

Nach einem neuen iranischen Angriff auf US-Ziele im Nahen Osten hat US-Präsident Donald Trump Vergeltung angekündigt. „Wir werden sie hart treffen. Sie werden ordentlich Prügel kriegen“, zitierte der Sender Fox News Trump nach einem Gespräch. Trump hat dem Iran im Zuge des monatelangen Kriegs immer wieder mit schweren Angriffen gedroht, wobei auf seine teils martialischen Worte nicht immer Taten folgten.

Erstmals seit dem vorläufigen Stopp der US-Angriffe auf Ziele im Iran meldete das US-Militär am Dienstagabend (US-Ostküstenzeit) einen iranischen Angriff mit mehreren ballistischen Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten, ohne konkrete Ziele zu nennen. Alle Raketen seien erfolgreich abgefangen worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. US-Streitkräfte hätten nur wenige Minuten Zeit gehabt, um auf den Überraschungsangriff zu reagieren, sagte Trump nach Angaben von Fox News.

Der iranische Rundfunk verbreitete eine Stellungnahme der Revolutionsgarden, nachdem der Angriff einer US-Militärbasis in Jordanien gegolten habe. Jordaniens Streitkräfte erklärten am Morgen, es seien fünf Raketen aus dem Iran abgefangen worden.

„Kleiner Beweis“: Gouverneur setzt Senator unter Druck

Der demokratische Gouverneur des US-Bundesstaats Kentucky, Andy Beshear, hat den seit Wochen hospitalisierten Senator Mitch McConnell in einem Brief aufgefordert, sich mündlich an seine Wähler zu wenden oder sein Mandat niederzulegen. Beshear verwies darauf, dass der 84-jährige Republikaner seit 43 Tagen nicht im Senat abgestimmt, keine offiziellen Termine wahrgenommen und abgesehen von zwei von seinem Büro verbreiteten Fotos keinen Kontakt zur Öffentlichkeit gesucht habe. Der Brief ging an McConnell und dessen Mitarbeiter. Eine Reaktion des Senators lag zunächst nicht vor.

imago images 0857070274Vergrößern des BildesMitch McConnell (Archivbild): Seit Mitte Juni liegt der republikanische Senator wohl im Krankenhaus. (Quelle: IMAGO/Nathan Posner/imago)

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