Kaffeekannen, hochkalorische Nahrung und Desinfektionsmittel stehen an einem Mittwoch kurz nach 9:30 Uhr in drei Kisten im Flur der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg. Sie gehören dem Berliner Drogenhilfeverein Fixpunkt, der hier seinen Sitz hat. Gleich wird alles auf fünf umgebaute Wohnmobile und Transporter verteilt, in denen später suchtkranke Menschen Drogen konsumieren werden. Zumindest die, die Fixpunkt mit diesem Angebot noch erreicht.
Denn seit ein paar Jahren ist Crack auf dem Vormarsch: Nach einem kurzen, extrem intensiven Hoch bringt es einen tiefen Fall – und macht sehr schnell sehr abhängig. „Mit dem Crack-Konsum ist eine andere Dynamik in der Szene entstanden“, erzählt Fixpunkt-Geschäftsführerin Astrid Leicht. Wer danach süchtig sei, käme kaum noch in Konsumräume oder -mobile.