Japankäfer auf angefressenem Blatt

Stand: 29.07.2026 11:58 Uhr

Am Flughafen in Hannover ist der meldepflichtige Japankäfer nachgewiesen worden. Der Schädling ist gefräßig und nicht wählerisch: Er mag sowohl Gräser als auch Bäume und Sträucher.

Der Japankäfer (Popillia japonica) ist der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (NWK) am Flughafen in Hannover ins Netz gegangen. Dort waren zuvor Lockstofffallen aufgestellt worden. Bislang sind es laut NWK nur zwei Käfer auf sehr engem Raum. Deshalb geht das Pflanzenschutzamt davon aus, dass die Käfer als „blinde Passagiere“ per Flugzeug oder Lkw zu uns nach Niedersachsen gekommen sind. Die Überwachung rund um den Flughafen Hannover sei nun deutlich intensiviert worden.

NWK: „Japankäfer kann ganze Pflanzenbestände zerstören“

Der Japankäfer gilt als gefährlicher Schädling. Er kann laut NWK in kurzer Zeit ganze Pflanzenbestände zerstören. Die Larven des Käfers entwickeln sich demnach im Boden an den Wurzeln ihrer Wirtspflanzen – bevorzugt an Gräsern in Rasen, Wiesen und Weiden. Ausgewachsene Japankäfer richten Schäden an Blättern, Blüten und Früchten an. Inzwischen sind mehr als 400 Pflanzenarten bekannt, die der Käfer befällt – vom Obstbaum bis zur Weinrebe.

Vor der Rückreise Gepäck und Fahrzeuge kontrollieren

Die Landwirtschaftskammer bittet Reisende, ihr Gepäck und ihre Fahrzeuge genau zu kontrollieren, wenn sie aus Regionen zurückkommen, in denen der Japankäfer auftritt. Das Pflanzenschutzamt rät außerdem dazu, keine Pflanzen oder Schnittblumen aus Befallsgebieten mitzubringen.

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